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„Moderne Sklaverei“ beenden: Entwicklungsminister fordert Gesetz zum Schutz vor Ausbeutung

© AP Photo / A.M. AhadTextilfabrik von Snowtex in Bangladesh (Archivbild)
Textilfabrik von Snowtex in Bangladesh (Archivbild) - SNA, 1920, 24.04.2021
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Am achten Jahrestag des verheerenden Unglücks in einem Fabrikhochhaus in Bangladesch hat der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller einen besseren Schutz vor Ausbeutung angemahnt. Das Lieferkettengesetz solle die „moderne Sklaverei“ beenden.
„Beim verheerenden Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch starben vor acht Jahren 1138 Näherinnen. Immer nur billiger, billiger – dafür zahlten sie mit ihrem Leben“, sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur.
Nach seinen Angaben hatten 31 Mode-Labels in Rana Plaza produzieren lassen, auch aus Deutschland. „Ein zweites Rana Plaza darf es nicht geben! Wer ein T-Shirt „Made in Germany“ kauft, muss sicher sein, dass dafür keine Arbeiter ausgebeutet wurden und erst recht keine Kinder arbeiten mussten“, betonte der CSU-Politiker.
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Auch heute noch würden weltweit über 70 Millionen Kinder in Fabriken, Steinbrüchen oder auf Kaffeeplantagen schuften, auch für Produkte, die in Deutschland verkauft werden.
„Das ist moderne Sklaverei. Deswegen kämpfe ich für das Lieferkettengesetz. Damit können und wollen wir diese Verhältnisse ändern“, so Müller. „Ob wir vom freien zum fairen Handel kommen, das ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts.“
Heute vor acht Jahren war in einem Vorort von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, das Fabrikgebäude Rana Plaza eingestürzt und hatte tausende Menschen unter sich begraben. Zu dem Zeitpunkt des Unfalls hatten sich über 5000 Textilarbeiterinnen und -arbeiter in dem achtstöckigen Gebäude befunden. Sie hatten hauptsächlich Kleidung für den Export produziert, unter anderem für europäische Modemarken.
Mit mehr als 1130 Toten und über 2000 Verletzten war es der größte Unfall in der internationalen Textilindustrie. Er löste eine Debatte über die Arbeitsbedingungen in der Branche und darüber hinaus aus.
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