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UEFA von Profitgier getrieben? Klopp stört sich an Champions-League-Reform

Jürgen Klopp - SNA, 1920, 24.04.2021
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Der Trainer des FC Liverpool, Jürgen Klopp, hat deutliche Kritik an der Reform der UEFA Champions League geübt. Angesichts der gescheiterten Einführung der Super League warf er dem Fußballverband Streben nach mehr Profit vor. Seiner Ansicht nach werden auch dauernd Entscheidungen über die Köpfe der Trainer und Spieler hinweg getroffen.
Zwar findet es Klopp „absolut großartig“, dass die Einführung der Super League gescheitert ist, aber in Bezug auf die kürzlich verabschiedete Champions-League-Reform nahm er kein Blatt vor den Mund:
„Die UEFA hat uns nicht gefragt, die Erfinder der Super League haben uns nicht gefragt. Niemand hat uns gefragt. Es heißt immer nur, wir sollen mehr Spiele machen. Wir müssen einfach nur liefern. Was ist der Grund? Geld!“, sagte der 53-Jährige, dessen Arbeitgeber zu den Gründungsmitgliedern der Super League gehörte.
Er sei nicht naiv und habe keine Probleme mit Veränderungen, so Klopp.
„Wir wollten alle die Super League weghaben, aber im selben Moment ist plötzlich die neue Champions League da. Wer hat dieses Konzept gelesen und sagt: ‚Oh, das ist perfekt‘? Und wer sagt mir jetzt, dass es nicht um Geld geht? Das ist ein Witz“, sagte Klopp und beklagte, dass die einzigen, die nie gefragt werden würden, Spieler, Trainer und Fans seien.
Massive Fan-Proteste aus England, so auch am Freitagabend beim FC Arsenal, hatten das Projekt einer Super League vorerst zum Scheitern gebracht. Arsenal-Anhänger forderten vor dem Emirates-Stadion den Rücktritt von Besitzer Stan Kroenke.

Mehr Spiele sind „unmöglich“

Zugleich beanstandete Klopp, wie auch Manchester City-Coach Pep Guardiola, die noch höhere Anzahl an Spielen. „Mehr Spiele sind unmöglich. Die Strukturen sind auf mehr Spiele nicht ausgerichtet“, sagte der frühere BVB- und Mainz-Coach. Ex-Bayern-Coach Guardiola prophezeite mehr Verletzungen: „Die UEFA weiß es, kümmert es sie? Absolut nicht“, sagte der Spanier (50).
Die UEFA hatte am Montag die Champions-League-Reform verabschiedet. Nun sollen 36 statt 32 Teams teilnehmen, die Anzahl der Spiele insgesamt steigt von 125 auf 225 – das bringt den Vereinen und Verbänden höhere Einnahmen durch Fernsehübertragungen.
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