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Brutale Messerattacke bei Paris: Polizei sucht nach Komplizen von mutmaßlichem Terroristen

© REUTERS / GONZALO FUENTESBeamte sichern den Bereich, in dem ein Angreifer am 23. April 2021 in Rambouillet bei Paris eine Polizeimitarbeiterin. erstochen hat.
Beamte sichern den Bereich, in dem ein Angreifer am 23. April 2021 in Rambouillet bei Paris eine Polizeimitarbeiterin. erstochen hat.  - SNA, 1920, 24.04.2021
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Nach der mutmaßlichen Terrorattacke auf eine Polizeimitarbeiterin in der Nähe von Paris suchen Ermittler nach möglichen Hintermännern des Tatverdächtigen. Polizisten nahmen am Freitagabend drei Menschen aus dem Umfeld des 36-Jährigen in Gewahrsam, bestätigten Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris.
Ob die Menschen aus dem Umfeld tatsächlich etwas mit dem blutigen Angriff zu tun hatten, blieb zunächst unklar. Es ist in Frankreich durchaus üblich, nach Terrorangriffen Personen in Polizeigewahrsam zu nehmen, die mit mutmaßlichen Tätern in Verbindung standen.
Ermittler durchsuchten nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP zwei Wohnungen, auch die des aus Tunesien stammenden Tatverdächtigen. Er hatte die 49-jährige Polizeimitarbeiterin in einer Polizeidienststelle in Rambouillet bei Paris brutal mit einem Messer ermordet. Medien zufolge soll er ihr die Kehle durchgeschnitten haben. Sie starb noch am Tatort. Der Angreifer war unmittelbar nach der Tat von der Polizei getötet worden.

Islamistischer Hintergrund vermutet

Die Umstände der Tat deuteten auf einen islamistischen Hintergrund hin – dies wurde von den Ermittlern jedoch zunächst nicht explizit bestätigt. „Im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus geben wir nicht klein bei“, teilte Präsident Emmanuel Macron nach der Bluttat via Twitter mit.
Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert. Mehr als 250 unschuldige Menschen wurden dabei getötet. Im Oktober wurde ganz in der Nähe der Lehrer Samuel Paty von einem Islamisten enthauptet.
Der Angriff löste in Frankreich politischen Streit aus. Die Rechtsaußen-Politikerin Marine Le Pen kommentierte auf Twitter, dass immer die gleichen Schrecken aufeinanderfolgten. Es seien immer die „gleichen islamistischen Motive“, und die Regierung sei bei Sicherheitsfragen zu lax. Justizminister Éric Dupond-Moretti reagierte und warf der Chefin der rechtsextremen Partei Rassemblement National vor, mit Zynismus und Unwürdigkeit die Tragödie für sich zu nutzen.
Nach der tödlichen Attacke auf eine Mitarbeiterin der Polizeiwache riegeln die Beamten den Bereich um den Tatort ab, 23. April 2021 - SNA, 1920, 23.04.2021
Tödliche Messerattacke bei Paris: Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen
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