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Biden erkennt Völkermord an Armeniern im Osmanischen Reich offiziell an – Weißes Haus

© REUTERS / DAVID SWANSONVölkermord an Armeniern
Völkermord an Armeniern - SNA, 1920, 24.04.2021
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US-Präsident Joe Biden hat die Massaker an der armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich von 1915 offiziell als Völkermord anerkannt. Das geht aus einer Erklärung Bidens hervor, die auf der Webseite des Weißen Hauses veröffentlicht wurde.
"Jedes Jahr erinnern wir uns an diesem Tag an das Leben all derer, die im Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich gestorben sind, und verpflichten uns erneut, die Wiederholung einer solchen Greueltat zu verhindern. Ab dem 24. April 1915, als die osmanischen Behörden Vertreter der armenischen Intellektuellen und Gemeindeleiter in Konstantinopel verhaftet hatten, wurden 1,5 Millionen Armenier deportiert, massakriert oder im Rahmen der Vernichtungskampagne in den Tod geschickt“, heißt es in Bidens Erklärung.
„Wir ehren die Opfer von Meds Yeghern („dem großen Übel“- Anm. d. Red.), damit die Schrecken dessen, was passiert ist, niemals in der Geschichte vergessen werden“, so der US-Präsident.
Im Wahlkampf hatte Biden eine Anerkennung der Massaker an den Armeniern als Völkermord versprochen. Die Regierung in Ankara hatte die US-Regierung vor einem solchen Schritt gewarnt.
Bereits 2019 hatte der US-Kongress die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord anerkannt. Die Regierung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump betonte anschließend, die rechtlich nicht bindende Resolution ändere nichts an der Haltung der US-Regierung. Biden-Vorgänger Trump hatte "von einer der schlimmsten Massen-Gräueltaten des 20. Jahrhunderts" gesprochen, das Wort Völkermord aber - wie andere US-Präsidenten auch - vermieden.
Denkmal an die Opfer des Völkermordes an Armeniern im Osmanischen Reich  von 1915. Eriwan (Archiv) - SNA, 1920, 23.04.2021
Biden will Völkermord an Armeniern im Osmanischen Reich anerkennen – Bloomberg
Während des Ersten Weltkriegs waren Armenier systematisch verfolgt und unter anderem auf Todesmärsche in die syrische Wüste geschickt worden. Historiker sprechen von Hunderttausenden bis zu 1,5 Millionen Opfern. Die Türkei als Nachfolgerin des Osmanischen Reiches gesteht den Tod von 300.000 bis 500.000 Armeniern während des Ersten Weltkrieges ein und bedauert die Massaker. Eine Einstufung als Völkermord weist sie jedoch strikt zurück. Der Streit um die Anerkennung des Genozids als historische Tatsache belastet bis heute die Beziehungen zwischen der Türkei einerseits und Armenien sowie zahlreichen westlichen Staaten andererseits.
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