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„Tag des Nasenbohrens”: Fünf Fragen zum Popeln

© Foto : Wikipedia / Carlos PaesNasenbohrer
Nasenbohrer - SNA, 1920, 23.04.2021
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Ob man es glaubt oder nicht, aber am 23. April wird der „Internationale Tag des Nasenbohrens“ begangen. Konkrete Angaben zu seinem Ursprung finden sich nicht. Wohl jeder hat dies mindestens einmal im Leben getan. Viele machen das täglich. SNA präsentiert Ihnen fünf Fragen und natürlich auch Antworten zum Thema Nasenbohren.
Als Nasenbohren bezeichnet man allgemein das Einführen eines Fingers in die Nase, um angetrocknetes Nasensekret daraus zu entfernen. Das Nasenpopeln in der Öffentlichkeit wird in vielen Kulturen als unhygienisch angesehen. Manche vergessen das aber oder merken nicht einmal, was sie grade tun, und kommen damit in eine peinliche Situation. Aber trotzdem bohrt fast jeder in der Nase. Das kann auch laut einigen Forschern gesund sein.

Popeln nur Kinder?

Nein. In einer Studie, die im US-Bundesstaat Wisconsin durchgeführt wurde, gaben 91 Prozent der befragten Erwachsenen an, „in der Nase zu bohren”, wobei 75 Prozent überzeugt waren, dass nahezu jeder dies tue. Eines der berühmten Beispiele dafür war während der Fußballmeisterschaft 2014 zu sehen. Der Bundestrainer Joachim Löw bohrte damals vor laufenden Kameras in seiner Nase und klatschte sich anschließend mit Portugals Superstar Christiano Ronaldo ab.

Ist das gefährlich?

Jein.

Wer sich genötigt fühlt, Popel mit den Fingern aus der Nase zu entfernen, sollte wissen, dass dabei an den Fingern klebende Schmutzpartikel, Viren und Bakterien leichter in die Schleimhäute eindringen können. Die Nasenschleimhaut kann sich in der Folge entzünden und es kann zusätzlich zu Nasenbluten kommen”, erklärt Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der Barmer, einer der größten gesetzlichen Krankenversicherungen Deutschlands.

Wer die Nase unbedingt mit dem Finger reinigen möchte, sollte vorher das Nasensekret mit Nasendusche oder Salbe einweichen und den Finger mit einem Papiertaschentuch umwickeln, so Petzold. Außerdem sollte man am besten vorher und nachher die Hände waschen.

Ist das normal?

Ja. Nasenbohren ist ganz natürlich, teilt das Portal Heilpraxisnet mit. Einige Experten seien sogar der Meinung, dass in der Nase bohrende Menschen generell glücklicher, gesünder und besser im Einklang mit ihrem Körper seien, verglichen mit andere Menschen.
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Kann das pathologisch sein?

Ja. Das Popeln kann pathologisch sein. Das zwanghafte Nasebohren wird wissenschaftlich als Rhinotillexomanie bezeichnet. Sie ist als ein Verhalten mit Krankheitswert nach der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme der WHO (ICD-10) mit F98.8 unter „Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend“ eingeordnet.

Darf man Popel essen?

Jein. Der Verzehr von Popeln wird von Ärzten als Mukophagie bezeichnet. Es sollte aber nicht mit Anfeuchten des Fingers zwecks Aufweichen verhärteten Sekrets verwechselt werden. Die Mediziner sind sich uneinig, ob Popel zu essen schädlich oder sogar gesund ist, schreibt das Portal Nasen-Ratgeber. Eine Studie des Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology hat zuvor festgestellt, dass Popel-Essen das Immunsystem sogar stärken kann. Das Nasensekret enthalte Bakterien, die vor schädlichen Zahnerkrankungen wie Karies schützen und sich positiv auf den Magen- und Darmtrakt auswirken sollen. Die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Applied and Environmental Microbiology”.
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