Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nawalny beendet Hungerstreik im Straflager

© SNA / Pressedienst des Moskauer Gerichts / HandoutAlexej Nawalny im Moskauer Gericht am 2. Februar 2021
Alexej Nawalny im Moskauer Gericht am 2. Februar 2021 - SNA, 1920, 23.04.2021
Abonnieren
Der inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hat am Freitag ein Ende seines seit drei Wochen andauernden Hungerstreiks angekündigt.
Er bleibe bei seiner Forderung nach einem Arzt, da seine Arme und Beine teilweise an Empfindlichkeit verlieren würden. „(…) Doch angesichts des Fortschritts und aller Umstände beginne ich damit, aus dem Hungerstreik auszusteigen“, heißt es im Instagram-Account von Nawalny.
Der Kremlkritiker war zuvor laut seinem Team zu einer Untersuchung in ein Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses gebracht worden.
Die Organisation „Allianz der Ärzte“ hatte zuvor behauptet, dass die nicht genehmigten Protestaktionen in Russland vom 21. April die Zulassung der Ärzte zu Nawalny ermöglicht hätten.
Haftanstalt, in der sich Alexej Nawalny befindet (Archivbild) - SNA, 1920, 22.04.2021
Der Werte-Westen bangt um einen russischen Hungerstreikenden – andere Gefangene sind ihm egal
Doch dies widerspricht den Tatsachen: Der Kremlkritiker wurde laut der russischen Beauftragten für Menschenrechte, Tatjana Moskalkowa, am 20. April von vier von der Strafvollzugsbehörde unabhängigen Zivilärzten untersucht – also einen Tag vor Beginn der Proteste.
Nawalnys Ärzte hatten zudem am Donnerstag auf Twitter an den Kremlkritiker appelliert, seinen Hungerstreik sofort zu beenden. Doch später löschten sie den Tweet.
Nawalny war am 31. März in den Hungerstreik getreten. Er klagte über starke Rückenschmerzen, Lähmungserscheinungen in den Gliedmaßen, Fieber und Husten. Der Kremlkritiker wollte mit dem Hungerstreikt die Zulassung eines unabhängigen Arztes erreichen.

Nawalnys Verurteilung

Am 2. Februar hatte das Simonowski Gericht in Moskau Nawalny zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Die Bewährungsstrafe aus dem Verfahren von 2014, bei dem es um Unterschlagung von insgesamt rund 500.000 Euro ging, wurde somit in eine Haftstrafe umgewandelt. Die Haftstrafe wurde um die Zeit verkürzt, die Nawalny zuvor im Hausarrest verbracht hatte. Nawalny wird daher ungefähr zwei Jahre und fünf Monate im Gefängnis absitzen müssen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала