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Kretschmer wirbt von Moskau aus für schnellere deutschlandweite Zulassung von „Sputnik V“

© SNA / Nikolaj JolkinMichael Kretschmer vor der Presse in Moskau
Michael Kretschmer vor der Presse in Moskau - SNA, 1920, 23.04.2021
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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der sich zurzeit in Moskau befindet, bestätigte gegenüber SNA, dass Deutschland 30 Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ kaufen werde, wie man von russischer Seite versprochen habe. Das reicht für 15 Millionen Menschen, wenn man zweimal impft.
Es gebe einen ganz intensiven Austausch der Bundesregierung mit den Verantwortlichen hier in Moskau, antwortete er auf die diesbezügliche Frage von SNA und verwies auf sein Gespräch mit dem russischen Gesundheitsminister Michail Muraschko. „Die Voraussetzung ist aber eine Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde. Aber ich habe das Gefühl, dass das auf einem guten Weg ist.“
„Die deutschen Ministerpräsidenten haben klar gegenüber der Bundesregierung geäußert“, so Kretschmer, „wir wollen diesen Impfstoff. Bitte macht euch auf den Weg dahin! Wir haben im Vorfeld der Reise mit dem Bundesgesundheitsminister darüber gesprochen, dass der Termin stattfindet. Es gibt Dinge, die in dem Kontext zum Thema „Sputnik“ zu besprechen sind. Da gab es einen schönen Sprechzettel und gibt es immer noch. Den haben wir vernünftig abgearbeitet, und die Antwort kriegt Herr Spahn über die Botschaft mitgeteilt und ist dann hoffentlich zufrieden.“
Die Frage, ob Michael Kretschmer sich eine Produktion von „Sputnik“ in Sachsen vorstellen könne, beantwortete er wie folgt: „Wir haben eine ganze Reihe von Hochtechnologiebereichen, auch Impfstoffe. Hier geht es jetzt, bei dem konkreten Projekt, um ein Engagement in Bayern. In Moskau habe ich gehört, dass man mit der Unterstützung durch den Freistaat Bayern sehr zufrieden ist, dass man Bayern lobt. Das nehme ich mal so hin. Das wäre schon ein tolles Signal, wenn am Ende die Produktion im Freistaat Bayern, in Deutschland stattfindet.“
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Maas zu Kretschmers Moskau-Besuch: Sich nicht instrumentalisieren lassen
„Jedoch kommen dann nach der Zulassung die ersten Impfdosen aus einem russischen Werk. Und das ist auch in Ordnung“, versicherte Kretschmer. „Für die dauerhafte Zusammenarbeit ist es gut, wenn es dieses Investment gibt. Wir müssen ja schauen, was wir aus dieser Corona-Krise lernen. Und eine der Lehren muss sein, dass wir uns von extremen Einflüssen stärker wieder autark machen, indem man auch Russland mit einbezieht.“
„Wir haben sehr gute Erfahrungen und großes Vertrauen, was die Rohstofflieferungen angeht, Erdöl und Gas, über die verschiedenen Jahrzehnte, in denen man sich erbittert gegenübergestanden hat“, so der CDU-Politiker weiter. „Und dieses Mittel wurde nie politisch instrumentalisiert. Ich glaube, dass wir in Deutschland auch ein großes Grundvertrauen hätten, im Bereich der Arzneimittelversorgung, Impfstoffe für zukünftige Pandemien uns aufeinander einzulassen. Ich würde das anstreben und unterstützen, weil es auch für die Menschen wichtig ist. In dieser Zeit, wo so vieles nicht geht und man so viele negative Themen hat, gibt es doch Bereiche, die ganz entscheidend, existentiell sind, in denen man zusammenarbeitet.“
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