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Deutsche Misserfolge: Welche Filme besser nicht gedreht worden wären

© CC0 / Alexas_Fotos / PixabayFrosch mit dem Popcorn
Frosch mit dem Popcorn - SNA, 1920, 23.04.2021
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Demnächst wird die „Goldene Himbeere“ an die schlechtesten Filme dieses Jahres verliehen. Obwohl die Mehrheit in den USA gedreht worden ist und wird, scheinen aber auch manche deutsche Filme den Preis zu verdienen. Hier die „Not-Must-Watch“-List deutscher Filme der vergangenen Jahre.
Es bieten sich viele Möglichkeiten, einen Film-Flop zu drehen. Witze in einer Komödie, die ganz und gar nicht lustig sind oder auf Fäkalhumor beruhen. Dramas, die im Gegenteil einen zum Lachen bringen, da sie weder ein gutes Drehbuch noch gute Schauspieler*innen aufzuweisen haben. Und natürlich spielt auch die technische Seite bei der ganzen Sache eine große Rolle, denn ein Gesamtwerk bedarf einer ausgewogenen Mitwirkung aller Mitarbeiter*innen am Drehort.
Die hier gelisteten Filme bekamen auf IMDb das niedrigste Rating. Schauen wir mal, wieso es dazu gekommen ist.

Daniel, der Zauberer

2004
Regie: Ulli Lommel
IMDb: 1,7
„Ein TV-Star garantiert den Erfolg des Films“ – so etwas in der Art dachte sich wohl Ulli Lommel, der einen Knaller bekommen wollte. Am Ende hat er aber unabsichtlich einen der schlechtesten Filme aller Zeiten geschaffen, wenn man der Meinung einiger dutzend Kritiker und IMDb vertraut.
Die Hauptrolle in dem halbdokumentarischen Kinofilm spielt der Sänger Daniel Küblböck (✝), der durch die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ berühmt geworden ist. Küblböck hatte keine Schauspielausbildung, trotzdem wollte er sich in diesem Bereich ausprobieren. In dem Film von Ulli Lommel spielte der junge Mann sich selbst in der Hauptrolle. Was könnte da schon schiefgehen?
Wie auch im Leben, ist Daniel Bulling ausgesetzt. Zwei andere Teenager, Rike (Adele Eden) und Tom (Oliver Möller), haben den exzentrischen Daniel nicht wirklich lieb und schmieden einen Plan, den bereits prominenten Sänger ums Leben zu bringen. Ab einem bestimmten Moment scheint alles aber so grotesk zu werden, dass der Zuschauer es kaum aushalten kann – die manische Selbstüberschätzung und die peinlich schlecht gespielte und gedrehte dokumentarische und fiktive Handlung lässt einen schon fast physische Leiden ertragen.

Die Bettwurst (auch Kieler Bettwurst)

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1971
Regie: Rosa von Praunheim
IMDb: 5,8
Dank seinen Werken ist der Filmregisseur und Aktivist Rosa von Praunheim (geboren als Holger Radtke) eine Bekanntheit in der LGBTQ-Community. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, inklusive eine Berlinale Kamera bei der 63. Berlinale. Der durchschnittliche Ottonormal-Zuschauer Deutschlands kennt ihn wohl kaum, weil sich Rosa eher als postmoderner Theoretiker und Praktiker versteht, der sich nicht an ein breites Publikum richtet.
Ende 1960er drehte er seine ersten Filme und eines seiner ersten Werke war „Die Bettwurst“. Der Filmtitel spielt auf ein Weihnachtsgeschenk der Hauptdarstellerin für ihren Freund an.
Der Misserfolg des Films war prädestiniert: unqualifizierte Schauspieler*innen, das Möchtegerndrehbuch und die unerfahrene Spielleitung sprechen für sich selbst. Die Handlung spielt in Kiel, wo sich Dietmar (Dietmar Kracht) und Luzi (Luzi Kryn) zufällig treffen und verlieben. Die Dramatik der folgenden Ereignisse wirkt gekünstelt, die Motivation der Helden lässt sich kaum verstehen und nachvollziehen.
Die weibliche Hauptrolle spielt eine Verwandte von Rosa von Praunheim, und die männliche Rolle – ein ehemaliger Prostituierter. Übertriebene Emotionen, Blicke in die Kamera. Doch Achtung! Zu einem bestimmten Zeitpunkt wird der ganze Film wegen seines hohen Trashfaktors von einem Langweiler zu einem echten Prachtstück. Doch obwohl der Film schon fast einen Kultstatus erlangt hat, ist sein Rating auch heute noch extrem niedrig.

Uwe Boll

CC BY 2.0 / Fourthords / Wikimedia CommonsFilmregisseur Uwe Boll
Filmregisseur Uwe Boll - SNA, 1920, 23.04.2021
Filmregisseur Uwe Boll
In Deutschland sind nicht so viele schlechte Filme gedreht worden, so IMDb, aber es gibt eine merkwürdige Figur: der deutsche Filmregisseur und Drehbuchautor Uwe Boll.
Er wurde 2009 mit der Goldenen Himbeere ausgezeichnet als „Deutschlands Antwort auf Ed Wood“ (Ed Wood gilt als der schlechteste Regisseur der Welt). Um neue Filme zu produzieren, hat er einen eigenen Investmentfonds gegründet, der allerdings nicht lange funktionierte. Seine Verfilmungen von Computerspielen (Alone in the Dark, 2005; Postal, 2007, In the Name of the King: A Dungeon Siege Tale, 2007; Far Cry, 2008) wurden von Kritikern verrissen. Boll hat viele kommerzielle Misserfolge gehabt, aber offensichtlich ein dickes Fell: 2016 versuchte er plötzlich seinen eigenen Streamingdienst zu starten, aber auch hier blieb er erfolglos.
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