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Baltische Länder weisen russische Diplomaten aus

© SNA / Wadim AntsupowRusslands Botschaft in Tallinn
Russlands Botschaft in Tallinn  - SNA, 1920, 23.04.2021
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Aus „Solidarität“ mit Tschechien weisen Litauen, Lettland und Estland russische Diplomaten aus. Das geht aus den entsprechenden Mitteilungen der Außenministerin der drei Länder hervor.
„Das litauische Außenministerium hat den Vertreter der russischen Botschaft in Litauen einbestellt und ihm eine diplomatische Note ausgehändigt, mit der zwei Mitarbeiter der Botschaft zu unerwünschten Personen erklärt werden“, heißt es in einer Erklärung auf der Website der Behörde.
Demnach haben zwei Angestellte der Botschaft, die angeblich „Tätigkeiten, die mit ihrem diplomatischen Status“ unvereinbar seien, ausgeführt haben sollen, sieben Tage Zeit, um Litauen zu verlassen.
Diese Entscheidung zeuge davon, dass Litauen mit Tschechien „solidarisch“ sei.

Lettland weist russischen Diplomaten aus

Der lettische Außenminister Edgars Rinkevics erklärte am Freitag, dass Lettland aus Solidarität mit Tschechien einen russischen Diplomaten des Landes verweise.
„Aus Solidarität mit unseren tschechischen Partnern und im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Wiener Übereinkommen hat Lettland beschlossen, einen russischen Diplomaten auszuweisen. Lettland wird subversive Tätigkeiten weder auf seinem Territorium noch auf dem Territorium seiner Partner und Verbündeten tolerieren“, twitterte Rinkevics.

Estland weist russischen Diplomaten aus

Wie der Pressedienst des estnischen Außenministeriums am Freitag mitteilte, will auch Estland aus Solidarität mit Tschechien einen russischen Diplomaten ausweisen.
Der russische Botschafter in Estland Alexander Petrow sei ins Außenministerium zitiert worden, wo man ihm einen scharfen Protest im Zusammenhang mit den aus der Tschechischen Republik eingegangenen Informationen ausgedrückt habe. Demnach soll der russische Militärnachrichtendienst hinter der Explosion im Munitionsdepot Vrbětice im Jahr 2014 gesteckt haben.
„Aus Solidarität weist Estland einen russischen Diplomaten aus, dessen Tätigkeiten nicht den im Wiener Übereinkommen definierten diplomatischen Aktivitäten entspricht“, heißt es in der Mitteilung.

Ausweisung russischer Diplomaten aus Prag

Am Samstag hatte Prag russischen Geheimdiensten vorgeworfen, hinter der Explosion im Munitionslager in der Ortschaft Vrbetice im Jahr 2014 zu stecken.
In diesem Zusammenhang verwies Tschechien 18 russische Diplomaten des Landes. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie für russische Geheimdienste gearbeitet haben sollen. Darauf erklärte Moskau am Sonntag 20 Mitarbeiter der tschechischen Botschaft zu unerwünschten Personen.
Das Außenministerium in Moskau dementierte eine Beteiligung russischer Geheimdienste an der Explosion in Vrbětice. Die Anschuldigungen Tschechiens seien „absurd und haben weder Hand noch Fuß“, hieß es in Moskau. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete die Ermittlungen zu Vrbětice als „Marasmus-Parade“.
Russische Botschaft in Prag - SNA, 1920, 20.04.2021
Russische Diplomaten „aus Solidarität“ ausweisen – Aufruf Tschechiens an EU und Nato
Am Mittwoch hatte der neue tschechische Außenminister, Jakub Kulhanek, von Russland gefordert, die Rückkehr aller ausgewiesenen tschechischen Diplomaten an die Moskauer Botschaft zu ermöglichen, und gewarnt, andernfalls die zahlenmäßige Stärke der russischen Botschaft auf fünf Diplomaten zu kürzen.
Nach Verstreichen des Ultimatums an Russland am Donnerstag, beschloss Tschechien, die Personalstärke der russischen Botschaft in Prag an die der tschechischen Botschaft in Moskau anzugleichen. Das bedeutet im Grunde genommen die Ausweisung von rund 70 russischen Diplomaten, die Prag bis Ende Mai zu verlassen haben.
Dem russischen Außenamt zufolge wird auch dieser unfreundliche Schritt Prags nicht unbeantwortet bleiben.
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