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USA setzen Türkei über deren Ausschluss aus F-35-Programm in Kenntnis

F-35B Lightning II - SNA, 1920, 22.04.2021
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Die USA haben die Türkei über deren Ausschluss aus dem Produktionsprogramm für neuartige Strike-Fighter F-35 informiert, wie die Agentur Anadolu unter Berufung auf eine Quelle im Pentagon meldet.
Als Grund dafür wird der Kauf von russischen Raketenabwehrsystemen S-400 durch Ankara angegeben. Laut Washington könnten diese Anlagen von Russland für den Erhalt von Geheiminformationen über die Flugzeuge Lockheed Martin F-35 genutzt werden. Auch seien sie mit den Nato-Systemen inkompatibel, hieß es.
Die US-Behörden haben das gemeinsame Memorandum über die Produktion von F-35-Kampfjets annulliert, das die Türkei im Januar 2007 unterzeichnet hatte. Zugleich wurde das Dokument mit den übrigen Partnern in dem Projekt – Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Australien, Dänemark, Kanada und Norwegen – abgestimmt.
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Entsprechend dem Programm war Ankara verpflichtet, 100 Jagdbomber der fünften Generation zu kaufen und sich an der Produktion von mehr als 1000 Komponenten für sie zu beteiligen. Wie der türkische Industrieminister Mustafa Varank zuvor gegenüber SNA sagte, setze die Türkei die Produktion solcher Komponenten fort – ungeachtet der Tatsache, dass die USA Ankara aus dem Projekt ausgeschlossen haben.

S-400-Lieferungen

Die Lieferungen neuartiger russischer Raketenabwehrsysteme S-400, die eine Krise in den Beziehungen zwischen der Türkei und den USA ausgelöst haben, begannen Mitte Juli 2019. Washington forderte von Ankara, auf den Deal zu verzichten und stattdessen amerikanische Fla-Raketenkomplexe Patriot zu erwerben. Die USA drohten auch, den Verkauf von F-35-Fightern an die Türkei zu verzögern oder gar zu stornieren sowie Sanktionen nach dem Gesetz „Über den Widerstand gegen Amerikas Gegner durch Sanktionen“ (CAATSA) zu verhängen.
Ankara machte keine Zugeständnisse und setzte die Verhandlungen über eine zusätzliche Lieferung russischer S-400-Anlagen fort. Der amtlichen Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, zufolge offenbaren die US-Sanktionen gegen die Türkei wegen des Kaufs von Raketenabwehrsystemen ein weiteres Mal die Unfähigkeit Washingtons zu einem fairen Konkurrenzkampf.
Anfang April hat das Weiße Haus neue restriktive Maßnahmen gegen Ankara wegen dessen Erwerb von russischen Flugabwehrkomplexen verhängt. Betroffen waren das Direktorat der Verteidigungsindustrie (SSB) und vier seiner Mitarbeiter.
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