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In Sorge um „europäische Solidarität“: Polen will Deutschland von Nord Stream 2 abbringen

© SNA / Dmitrij LeltschukBau der Gaspipeline Nord Stream 2 in der Ostsee (Archivbild)
Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in der Ostsee (Archivbild) - SNA, 1920, 22.04.2021
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Polens Premier Mateusz Morawiecki hat Deutschland aufgerufen, auf die Umsetzung des Projekts zum Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 um der „europäischen Solidarität“ willen zu verzichten.
„Im Streit mit einigen Staaten muss ein Element hervorgehoben werden, das schon immer eine Wunde in Europa gewesen ist und ein Thema bleibt, welches in der Weise gelöst werden muss, dass die europäische Solidarität nicht zu Schaden kommt. Das ist Nord Stream 2“, sagte Morawiecki nach einem Treffen mit dem slowenischen Premier Janez Jansa am Donnerstag in Warschau.

Im Hinblick auf die Rede von Angela Merkel am Dienstag in der PACE sagte der polnische Premier: „Es werden Stimmen aus Deutschland laut, dass es keinen Unterschied gebe zwischen einem Gasmolekül, das durch Nord Stream 1 und dem, das über Nord Stream 2 oder aber über Weißrussland, Polen oder die Türkei transportiert wird. (…) Es gibt aber einen riesigen Unterschied. Und zwar nicht in Bezug auf die chemische Zusammensetzung, sondern es gibt einen politischen, einen gesellschaftlichen Unterschied, einen Unterschied für die Sicherheit Europas“, so Morawiecki.

Nord Stream 2 ist ein deutsch-russisches Projekt, das Europa destabilisiert, das das Sicherheitsniveau Europas herabsetzt. Wir appellieren vor allem an Deutschland, auf das Projekt zu verzichten und damit aufzuhören, Einfluss auf die faktische Destabilisierung in diesem Teil Europas auszuüben. Dies könnte für die EU, ja für viele Länder unserer Region sehr gefährlich sein. Deshalb rufen wir zu einer Solidarität auf dieser Ebene auf“, schlussfolgerte der polnische Premier.
Bauarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 2 - SNA, 1920, 15.04.2021
Ost-Ausschuss begrüßt mögliche Ernennung eines US-Sonderbeauftragten für Nord Stream 2
Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei Gaspipeline-Strängen von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland vor. Gegen das Projekt plädieren die USA, die ihr Flüssiggas in die EU bringen wollen, sowie die Ukraine und etliche europäische Länder. Washington hat im Dezember 2019 Sanktionen gegen das Nord Stream 2-Projekt verhängt. Deutschland hingegen tritt für die Fertigstellung der Gaspipeline ein und lehnt einseitige exterritoriale Sanktionen der USA ab.
Moskau hat sich wiederholt gegen die Politisierung des Nord Stream 2-Vorhabens gewandt, weil dieses kommerzielle Projekt sowohl für Russland als auch für die Europäische Union von Vorteil sei.
Deutsche Unternehmen haben auf die Wichtigkeit der Gaspipeline für die Sicherheit der Lieferungen und der Konkurrenzfähigkeit Europas verwiesen. Sie sind überzeugt, dass die Gasleitung fertiggebaut wird.
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