Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Maas auf Balkanbesuch: Annäherung zwischen Serbien und Kosovo angestrebt

© AP Photo / Michael SohnBundesaußenminister Heiko Maas
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 22.04.2021
Abonnieren
Bundesaußenminister Heiko Maas bricht an diesem Donnerstag zu einer zweitägigen Balkanreise auf. Vor seinem Abflug nach Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, hat er darauf hingedeutet, für die Annäherung zwischen Serbien und Kosovo werben zu wollen.
„Das immer noch ungelöste Verhältnis zwischen Serbien und Kosovo bremst die Entwicklung beider Länder und der gesamten Region - und damit auch die weitere Annäherung an die Europäische Union“, sagte Maas. Der Antritt der neuen Regierung in Pristina sei dafür ein guter Moment. Am Abend reist Maas nach Serbien weiter, wo er am Freitag politische Gespräche führen wird.
In Pristina wird Maas am Nachmittag unter anderem die neue Staatspräsidentin Vjosa Osmani und Ministerpräsident Albin Kurti treffen. Beide sind erst seit wenigen Wochen im Amt. Das überwiegend von Albanern bewohnte Kosovo hatte sich 1999 nach einer Nato-Intervention von Serbien losgelöst und 2008 für unabhängig erklärt. Serbien hat dies bis heute nicht anerkannt und erhebt weiterhin Anspruch auf das Territorium des von Deutschland und den meisten anderen EU-Ländern, nicht aber von Russland und China, anerkannten Staates.
Das Institut für Virologie, Vakzine und Sera „Torlak“ in Belgrad (Archiv) - SNA, 1920, 14.04.2021
Serbien startet Produktion von russischem Corona-Vakzin Sputnik V
Das Kosovo ist wie Bosnien-Herzegowina potenzieller EU-Beitrittskandidat. Mit den Balkan-Staaten Serbien, Montenegro, Albanien und Mazedonien verhandelt die EU bereits über eine Mitgliedschaft. Kroatien und Slowenien sind in die EU aufgenommen worden.
Bei der Reise soll es auch um die Bekämpfung der Corona-Pandemie gehen. Die EU hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass sie den sechs nicht zur EU gehörenden Ländern des Balkans mit 651.000 Impfdosen helfen wolle. Serbien ist allerdings am wenigsten auf die Hilfe angewiesen. Das Balkanland verabreicht massiv auch russische und chinesische Vakzine und hat deshalb bereits 26 Prozent seiner Bevölkerung zumindest einmal geimpft. Im Rahmen des Programms erhält es im Verhältnis zur Bevölkerungszahl eher die kleine Menge von 36.000 Impfdosen von der EU.
„Die Corona-Pandemie hat uns erneut eindringlich gezeigt, wie eng die Schicksale Deutschlands, der Europäischen Union und der Westbalkanstaaten miteinander verbunden sind“, sagte Maas. „Dass wir den zunehmenden Impffortschritt in der EU nun auch mit den Staaten des Westlichen Balkans teilen können, ist ein Schlüsselmoment im gemeinsamen Kampf gegen das Virus.“
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала