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Kinder- und Jugendhilfereform: So will das Familienministerium helfen

© REUTERS / John MacDougall / Pool Familienministerin Franziska Giffey
Familienministerin Franziska Giffey - SNA, 1920, 22.04.2021
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Am Donnerstag soll im Bundestag die Kinder- und Jugendhilfereform verabschiedet werden. Mit dem neuen Gesetz will Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche stärken.
Im Gesetzesentwurf vorgesehen sind höhere Anforderungen an Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, eine stärkere Einbindung des Gesundheitswesens in den Kinderschutz sowie eine bessere Zusammenarbeit von Jugendamt und Jugendgericht, Familiengericht und Strafverfolgungsbehörden und anderen Akteuren, wie Lehrpersonal. Darüber hinaus sollen Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien oder Einrichtungen der Erziehungshilfe untergebracht sind, besser unterstützt werden. So soll unter anderem eine „Verpflichtung zur Anwendung von Schutzkonzepten bei Pflegeverhältnissen“ eingeführt werden. Nach Willen der Familienministerin sollen Kinder mit Behinderung zukünftig besser eingegliedert werden und deren Erziehungsberechtigte einen konkreten Ansprechpartner bekommen.
Im Rahmen der Prävention sollen Familien in Notsituationen besser unterstützt und die Bedarfsgerechtigkeit und Qualität der Jugendhilfe sichergestellt werden. Auch die Kinder und Jugendlichen selbst sollen mehr Möglichkeiten bekommen, sich Hilfe zu holen. So sollen sie auch ohne Wissen der Eltern Beratungsangebote der Kinder- und Jugendhilfe in Anspruch nehmen können – etwa, wenn diese suchtkrank sind.
Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, das Gesetz komme „genau zur richtigen Zeit“. „Kinder und Jugendliche aus Familien, in denen Drogen – legale oder illegale – zum Alltag gehören, leiden immens. Sie wachsen ohne feste Strukturen, ohne Halt und Vertrauen auf. Die Lage war für die Betroffenen schon vor der Pandemie schwierig, Corona hat diese natürlich nochmals verschärft.“
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