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Berlin bietet tschechischer Botschaft in Moskau Unterstützung an

© AP Photo / Petr David JosekNeuer tschechischer Außenminister Jakub Kulhanek. Prag, 21. April 2021
Neuer tschechischer Außenminister Jakub Kulhanek. Prag, 21. April 2021 - SNA, 1920, 22.04.2021
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Deutschland will Tschechien helfen, dessen Botschaft in Moskau nach der Ausweisung von 20 Diplomaten samt Familien weiterzubetreiben, meldet die Deutsche Presse-Agentur.
Außenminister Heiko Maas bot in einem Telefongespräch mit seinem neuen tschechischen Amtskollegen Jakub Kulhanek am Donnerstag Unterstützung an, um eine normale Arbeit der diplomatischen Mission in Moskau zu sichern.
„Die tschechische und die deutsche Botschaft in Moskau stehen hierzu bereits in direktem Kontakt“, ließ das Auswärtige Amt mitteilen.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Tschechien in einem Telefonat mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis ebenfalls Solidarität zu.

Konflikt zwischen Russland und Tschechien

Der diplomatische Konflikt zwischen Tschechien und Russland war am vergangenen Samstag mit schweren Anschuldigungen Prags gegen Moskau entflammt. Regierungschef Andrej Babiš teilte mit, dass russische Geheimdienste von den tschechischen Behörden verdächtigt würden, hinter der Explosion im Munitionsdepot Vrbětice im Jahr 2014 zu stecken.
Am Wochenende wies Tschechien 18 russische Diplomaten aus, die für den russischen Auslandsgeheimdienst SWR und für den militärischen Nachrichtendienst GRU gearbeitet haben sollen. Russland reagierte mit der Ausweisung von 20 Mitarbeitern der tschechischen Botschaft, die nun als kaum noch arbeitsfähig gilt.

Russlands Außenamt weist Anschuldigungen zurück

Das Außenministerium in Moskau dementierte eine Beteiligung russischer Geheimdienste an der Explosion in Vrbětice. Die Anschuldigungen Tschechiens seien „absurd und haben weder Hand noch Fuß“, hieß es in Moskau. Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete die Ermittlungen zu Vrbětice als „Marasmus-Parade“.
Ankunft von aus Russland ausgelieferten tschechischen Diplomaten in Prag, 19. April 2021 - SNA, 1920, 22.04.2021
Diplomaten-Streit: Tschechisches Ultimatum an Moskau verstrichen

Konflikt eskaliert

Beobachter sprechen vom schwersten Konflikt zwischen beiden Staaten seit Jahrzehnten, der am Donnerstag weiter eskalierte: Nach Verstreichen eines Ultimatums an Russland am Donnerstag, 13.00 Uhr (Moskauer Zeit), beschloss Tschechien, die Personalstärke der russischen Botschaft in Prag an die der tschechischen Botschaft in Moskau anzugleichen. Das bedeutet im Grunde genommen die Ausweisung von rund 70 russischen Diplomaten, die Prag bis Ende Mai zu verlassen haben.
Dem russischen Außenamt zufolge wird auch dieser unfreundliche Schritt Prags nicht unbeantwortet bleiben.
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