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Protestaktion für Nawalny in Moskau ohne Massenfestnahmen

© SNA / Jewgenij Odinokow / Zur BilddatenbankNicht genehmigte Kundgebung der Nawalny-Unterstützer in Moskau
Nicht genehmigte Kundgebung der Nawalny-Unterstützer in Moskau - SNA, 1920, 21.04.2021
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Bei der nicht genehmigten Kundgebung zur Unterstützung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny sind am Mittwoch in Moskau nach Angaben der gesellschaftlichen Aufsichtskommission Dutzende Menschen festgenommen worden.
„In Moskau wurden etwa 20 Personen festgenommen“, sagte der Sprecher Alexej Melnikow auf Anfrage.
Der 44-Jährige Blogger, der vor mehr als zwei Wochen Hungerstreik erklärt hatte, befindet sich derzeit laut seiner Anwältin in einer Einzelzelle in einem Tuberkulose-Krankenhaus in einem Hochsicherheitsgefängnis und erhält Glukose-Infusionen.
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Ärzte aus dem Umfeld des Krimlkritikers zeigen sich besorgt um seinen Zustand. Am Wochenende warnten sie sogar, dass ihm Herzstillstand drohe.
Laut der russischen Menschenrechtsbeauftragten Tatjana Moskalkowa waren vier Mediziner am Dienstag bei Nawalny zu Besuch. Der Patient erhalte die ihm verordnete Therapie in vollem Umfang, ernste Gefahr für sein Leben gebe es nicht, hieß es im Beschluss der Ärzte.
Noch am Mittwoch wurden die zwei Mitstreiterinnen Nawalnys, seine Pressesprecherin Kira Jarmysch sowie die FBK-Juristin Ljubow Sobol, aufgrund der Aufrufe zur Teilnahme an den nicht genehmigten Aktionen festgesetzt.
Das Innenministerium in Moskau hat seit Tagen vor der Teilnahme an den Kundgebungen zur Unterstützung Nawalnys gewarnt und angekündigt, jegliche Aggression und Provokation bei den Aktionen zu unterbinden. Verbreitet wurde diese Botschaft vor dem Hintergrund der Aufrufe zu den Kundgebungen am 21. April, die offiziell nicht genehmigt wurden.
Der Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, dass im Falle illegaler Handlungen mit Maßnahmen vonseiten der Ordungshüter zu rechnen sei.

Nawalny in Haft

Am 2. Februar hatte das Simonowski Gericht in Moskau Nawalny zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Die Bewährungsstrafe aus dem Verfahren von 2014, bei dem es um Unterschlagung von insgesamt rund 500.000 Euro ging, wurde somit in eine Haftstrafe umgewandelt. Die Haftstrafe wurde um die Zeit verkürzt, die Nawalny zuvor im Hausarrest verbracht hatte. Nawalny wird daher ungefähr zwei Jahre und fünf Monate im Gefängnis absitzen müssen.
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