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An mindestens zehn Standorten: Deutsche Bahn plant Impfzentren für eigene Mitarbeiter

© SNA / Kirill BragaCorona-Impfstoff (Symbolbild)
Corona-Impfstoff (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.04.2021
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Die Deutsche Bahn (DB) will ihre Mitarbeiter demnächst impfen lassen. Hierzu baut der Konzern bereits die ersten Impfzentren in München und Nürnberg auf, meldet DPA unter Berufung auf eine Sprecherin.
An mindestens zehn Standorten in Deutschland sollen Impfzentren für DB-Beschäftigte eingerichtet werden. Demnach werden die Mitarbeiter dort von Betriebsärzten geimpft. Der Personalvorstand Martin Seiler kommentierte:
„Die Entscheidung für eine Impfung ist freiwillig, es wird keine Impfprivilegien geben, weder für Mitarbeitende noch für Kunden.“
Die Konzernsprecherin betonte, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, sollten so viele „systemrelevante Mitarbeitende wie möglich ein Impfangebot von ihrem Arbeitgeber erhalten“. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass fast die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland als systemrelevant eingestuft werden soll. DPA zufolge fallen viele von ihnen somit unter die Gruppe 3 mit erhöhter Priorität gemäß der Corona-Impfverordnung des Bundes. Zu dieser Gruppe gehören unter anderen 60- bis 70-Jährige, medizinisch vorbelastete Menschen sowie Polizisten und Personal im Lebensmittelhandel.
Klimaaktivistin Greta Thunberg (Archivbild) - SNA, 1920, 19.04.2021
Für Impfgerechtigkeit: Klimaaktivistin Greta Thunberg spendet 100.000 Euro an die WHO
Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag angekündigt, dass auch Betriebsärzte ab Juni mit Impfstoff beliefert werden könnten. Neben den regionalen Impfzentren der Länder impfen seit kurz nach Ostern auch Hausärzte, was die Impfaktion gegen das Coronavirus beschleunigt haben soll.
Spahn geht davon aus, dass die Impfgeschwindigkeit im zweiten Quartal des Jahres aufgrund weiterer Lieferzusagen der Hersteller stärker zunehmen wird. Medienberichten zufolge sind im ersten Quartal wegen knapper Impfstoffe nur etwa zehn Prozent der Deutschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Bei einem Besuch eines Berliner Impfzentrums äußerte der Gesundheitsminister seine Prognose:

„Bis Anfang Mai werden 20 Prozent der Deutschen geimpft sein können.“

Ende März hatte der Betriebsrat der Deutschen Bahn gefordert, die Impfungen zu beschleunigen. In einem Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland erzählte Ralf Damde von der Geschäftsführung des DB-Gesamtbetriebsrats, dass die Ansteckungszahlen unter DB-Beschäftigten Ende März stark gestiegen seien. So seien etwa bei den zur DB gehörenden Regionalbussen in Brandenburg so viele Busfahrer infiziert worden, dass Kollegen aus anderen Betrieben aushelfen müssen.
„Millionen Impfdosen liegen ungenutzt herum, und unsere Beschäftigten haben keine Chance, geschützt zu werden. Bei der aktuellen Infektionsentwicklung zählt vor allem im Kundenkontakt jeder Tag und jede Stunde“, betonte Damde.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwoch binnen 24 Stunden 24.884 Neuinfektionen. 331 weitere Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 80.634. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,18 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.
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