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Lafontaine über Baerbock: „Als Kanzlerin für mich ein Horror“

© REUTERS / LEON KUEGELERGrünen-Chefin Annalena Baerbock (Archivbild)
Grünen-Chefin Annalena Baerbock (Archivbild) - SNA, 1920, 21.04.2021
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Oskar Lafontaine, ehemaliger SPD-Vorsitzender und Ex-Ministerpräsident im Saarland, schreibt auf Facebook: „Die Vorstellung, die US-gesteuerten Grünen stellten bei einer sich verschärfenden Krise an der russisch-ukrainischen Grenze mit Annalena Baerbock die Kanzlerin, ist für mich ein Horror.“
Der Linken-Politiker Oskar Lafontaine äußerte sich am Dienstag auf seiner Facebook-Seite zur Kandidatin der „Grünen“ für das Amt der Bundeskanzlerin, Annalena Baerbock:
Eine führende Vertreterin dieser kriegsfreudigen grünen Partei ist die neue ‚Kanzlerkandidatin‘ Annalena Baerbock. Sie bejaht völkerrechtswidrige Kriege, weitere Aufrüstung, Waffenlieferungen, die Einkreisung Russlands durch die USA und ist selbstverständlich gegen Nord Stream 2.

Baerbock: Gegen Putin und Nord Stream 2, für Aufrüstung

Baerbock hat sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch gegenüber Russland geäußert. In einem Interview mit dem ZDF bekannte Baerbock, Deutschland brauche „dringend eine klare außenpolitische Haltung gegenüber dem russischen Regime“ und forderte „schärfere Sanktionen“ gegen das „System Putin“.
Die Pipeline Nord Stream 2, die Gas über die Ostsee in die EU bringen soll, laufe, so die Kandidatin der Grünen, „den geostrategischen Interessen der EU“ zuwider, „destabilisiere die Ukraine“ und „konterkariere den klaren Russlandkurs auf EU-Ebene“.
Baerbock tritt außerdem für höhere Ausgaben für Verteidigung und Bundeswehr ein und befürwortet zusätzliche Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Die Co-Vorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, hält eine Rede während der Ankündigung ihrer Kanzlerkandidatur, den 19. April 2021 - SNA, 1920, 19.04.2021
„Ja, ich war noch nie Kanzlerin und Ministerin, aber...“: Kandidatin Baerbock gefeiert und abgelehnt

Grüne mit militaristischer Tradition?

Lafontaine sieht bei den ursprünglich aus der Friedensbewegung entstandenen „Grünen“ durchaus inzwischen eine gewisse militärische Tradition, die vor über zwanzig Jahren mit dem grünen Außenminister Joschka Fischer begann, und schreibt auf Facebook, was er bereut:
Mit Heinrich Böll, Petra Kelly und Gert Bastian demonstrierte ich in Mutlangen gegen die Pershing II. Die rot-grüne Koalition mit Schröder und Fischer kam wesentlich auf mein Betreiben zustande – Schröder wollte eine große Koalition. Diese Entscheidung habe ich bereut. Nicht nur wegen der Agenda 2010, sondern auch wegen der Beteiligung Deutschlands am völkerrechtswidrigen Jugoslawien-Krieg, die wesentlich von Joschka Fischer und den Grünen durchgesetzt wurde. Seitdem haben sich die Grünen von einer Friedenspartei in eine Kriegspartei verwandelt. Die Heinrich-Böll-Stiftung sollte in General-von-Clausewitz-Stiftung umbenannt werden.

„US-gesteuerte Grüne“

Die Grünen-Spitzenkandidatin Baerbock, die selbst im „Europa/Transatlantik Beirat“ der Heinrich-Böll-Stiftung aktiv ist, will außerdem dem neuen US-Präsidenten Joe Biden „ein ambitioniertes Angebot für eine erneute transatlantische Agenda unterbreiten“.
Lafontaine drück auf Facebook seine Besorgnis darüber aus:

„Die Vorstellung, die US-gesteuerten Grünen stellten bei einer sich verschärfenden Krise an der russisch-ukrainischen Grenze mit Annalena Baerbock die Kanzlerin, ist für mich ein Horror.“

Hinreichend qualifiziert?

Abschließend zweifelt der Linken-Politiker auf Facebook die Qualifikation der Grünen-Kandidatin für das Kanzleramt an:

„Und da ist noch etwas: Es wäre in der Wirtschaft undenkbar, dass jemand Chef von sagen wir VW, Daimler oder BASF wird, der noch nie in einem kleinen Betrieb Geschäftsführer war, oder in einem mittleren Unternehmen Abteilungsleiter oder Vorstandsmitglied. Die Grünen und viele ihre Anhänger im Journalismus sind mit Annalena Baerbock offensichtlich der Meinung, wenn man Mitarbeiterin einer grünen Fraktion war und zwei Kinder großzieht, sei man hinreichend qualifiziert, Bundeskanzlerin der größten Wirtschaftsnation Europas zu sein.“

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