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Illegale Aktion in Moskau: Polizei fordert Teilnehmer auf, sich zu zerstreuen

© SNA / Pawel BednjakowPolizeieinsatz bei der illegalen Demonstration in Moskau, 21. April 2021
Polizeieinsatz bei der illegalen Demonstration in Moskau, 21. April 2021 - SNA, 1920, 21.04.2021
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Die Polizei hat alle Teilnehmer der nicht genehmigten Kundgebung in Moskau mit Lautsprecher-Durchsagen aufgefordert, sich aufzulösen.
Die Menschen haben sich am Mittwoch im Zentrum der Hauptstadt zur Unterstützung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny versammelt.
An einigen Orten konnte man bereits OMON-Einheiten sehen. Zurzeit nehmen die Polizisten niemanden fest, sie warnen nur, dass diese Aktion nicht genehmigt worden sei. OMON-Truppen versuchen zurzeit, die Teilnehmer vom Straßenverkehr fernzuhalten. Viele Straßen im Stadtzentrum sind weiterhin gesperrt.
Alexej Nawalny und Kira Jarmysch (Archivbild) - SNA, 1920, 21.04.2021
Nawalnys Pressesprecherin Jarmysch und Mitstreiterin Sobol festgenommen
Zuvor hatte das Innenministerium der Russischen Föderation die Bürger aufgefordert, an nicht genehmigten Ansammlungen nicht teilzunehmen, und versprochen, jegliche Aggression und Provokation zu verhindern.
Der Anlass für diese Botschaft waren Aufrufe von Nawalnys Anhängern, sich den nicht genehmigten Kundgebungen am 21. April anzuschließen. Die Generalstaatsanwaltschaft warnte ebenfalls vor der Verantwortung für die Teilnahme an illegalen Massenaktionen.

Mehr als 14.000 Teilnehmer landesweit

An der nicht genehmigten Aktion zur Unterstützung Nawalnys in Moskau haben nach Angaben des russischen Innenministeriums rund 6000 Menschen teilgenommen. Auch die Frau des Kremlkritikers, Julia Nawalnaya, war mit dabei.
In St. Petersburg sind am Mittwoch laut Behörden 4.500 Menschen auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren.
Das Innenministerium zählte am Abend mehr als 14.000 Teilnehmer der Nawalny-Proteste landesweit.

Nawalnys Verurteilung

Am 2. Februar hatte das Simonowski Gericht in Moskau Nawalny zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Die Bewährungsstrafe aus dem Verfahren von 2014, bei dem es um Unterschlagung von insgesamt rund 500.000 Euro ging, wurde somit in eine Haftstrafe umgewandelt.
Die Verurteilung von Nawalny war im Rahmen eines Strafverfahrens erfolgt, das auf Antrag von Bruno Leproux, dem damaligen Chef der russischen Filiale des Unternehmens Groupe Yves Rocher, eingeleitet worden war. Ein Gericht stellte fest, dass Alexej Nawalny und sein Bruder Oleg Vertreter von Yves Rocher Vostok auf betrügerische Weise dazu gebracht haben, einen Vertrag über die Postbeförderung mit einer von ihnen gegründeten Firma zu schließen.
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