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Zahl der Asylwerber aus der Ukraine in EU deutlich gestiegen

© AFP 2021 / ATTILA KISBENEDEKEin Verkehrsschild mit den Worten "Auf Wiedersehen" an der ungarisch-ukrainischen Grenze zwischen Barabas und Kosino steht, 2018.
Ein Verkehrsschild mit den Worten Auf Wiedersehen an der ungarisch-ukrainischen Grenze zwischen Barabas und Kosino steht, 2018.  - SNA, 1920, 21.04.2021
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Ukrainer haben im Februar 2021 im Vergleich zu Januar erheblich mehr Asylanträge in der EU gestellt. Damit gehören sie zu den zehn wichtigsten Nationen nach der Zahl der Antragsteller.
Laut einem Bericht des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO) steht dies in deutlichem Gegensatz zu mehreren anderen Hauptnationalitäten, die in der EU immer noch weit weniger Asylanträge stellen als vor Covid-19. Alleine im Februar dieses Jahres reichten Ukrainer 971 Anträge in EU-Ländern ein, die meisten seit März 2017, geht weiter aus dem Bericht hervor. In den sechs Monaten bis Februar hatten durchschnittlich nur 650 Ukrainer in der EU Asyl beantragt. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl hiermit auf 72 Prozent gestiegen. Aus Russland wurden im Februar nur 517 Anträge eingereicht.
Mit diesem plötzlichen Anstieg gehörte die Ukraine zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder zu den zehn Top-Herkunftsländern. Obwohl Ukrainer ohne Visum in die EU einreisen können, reichen sie laut dem Bericht viel öfter Asylanträge ein als Bürger vieler anderer visumliberalisierter Länder. Dabei gehören zu den ukrainischen Antragstellern mit einem Prozent so gut wie keine unbegleiteten Minderjährige. In welchen Ländern die Anträge eingereicht wurden und wie vielen davon stattgegeben wurde, gibt der Bericht nicht bekannt. In Deutschland liegt die Ablehnungsquote laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) seit 2005 durchschnittlich aber bei ca. 66 Prozent. Die Gesamtschutzquote lag im gleichen Zeitraum bei rund 34 Prozent.

Syrer stellen ein Viertel der Anträge

Bei anderen Top-Nationalitäten ist die Zahl der Anträge dagegen deutlich gesunken. Bei Pakistanern (-13 Prozent), Irakern (-11 Prozent), bei Somaliern (- 21 Prozent), Sri Lankern (- 47 Prozent) und Moldauern (- 40 Prozent) gab es im Vergleich zum Vormonat deutliche Rückgänge. Die wichtigsten Herkunftsländer im Februar waren Syrien, Afghanistan, Pakistan, Irak und Nigeria. Die Zahl der Anträge von Syrern stabilisierte sich auf über 10.000, mehr als in den nächsten sechs Herkunftsländern zusammen. Allein die Syrer machten ein Viertel aller in der EU eingereichten Asylanträge aus. Wie im Januar, waren die Hälfte der Anträge von Syrern wiederholte Anträge im selben Land.
Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos (Archivbild) - SNA, 1920, 21.04.2021
Zahl der positiven Asyl-Bescheide in der EU weiter rückläufig
Insgesamt zeigt die veröffentlichte EASO-Analyse, dass im Februar 2021 in der EU rund 38.300 Asylanträge eingereicht wurden, davon etwas mehr als 1300 von unbegleiteten Minderjährigen.
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