Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde
 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

An US-Symboltage geknüpft? Bundeswehr stellt sich auf schnelleren Truppenabzug aus Afghanistan ein

Bundeswehr-Soldat in Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 21.04.2021
Abonnieren
Deutschlands Verteidigungsministerium hat am Mittwoch die Bundestagsabgeordneten über Beratungen informiert, wonach der Abzugstermin für die deutschen Truppen in Afghanistan auf den 4. Juli vorgezogen werden könnte. Zuvor hatten die USA den Abzug bis zum 11. September festgelegt, dem 20. Jahrestag der Terroranschläge von Al-Qaida in New York.
Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, werde derzeit im Hauptquartier der Nato-Mission „Resolute Support“ in Kabul erwogen, den Abzugszeitraum zu verkürzen und ihn auf den 4. Juli festzulegen. „Die beteiligten Nationen prüfen zurzeit die daraus resultierenden Herausforderungen und Folgen. Die finale Entscheidung über das reale Enddatum liegt unverändert beim Nato-Rat“, so der Sprecher.
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 15.04.2021
Afghanistan
Truppenabzug aus Afghanistan: Wehrbeauftragte fordert „ehrliche Bilanz“ des Bundeswehreinsatzes
Die Bundeswehr sollte nach früheren Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die nun überholt sein könnten, schon bis Mitte August Afghanistan verlassen haben. Nach den USA hat Deutschland mit 1100 Soldaten das zweitgrößte Kontingent in der etwa 10.000 Soldaten starken Nato-Truppe.
Der schnellere Abzug stellt laut dem Sprecher eine große logistische Aufgabe dar. Er versicherte aber, die Bundeswehr sei darauf vorbereitet. „Das auch zukünftig noch benötigte Material wird nach Entbehrlichkeit auf der Zeitachse auf dem Luftweg verflogen. Der zur Verfügung stehende Lufttransportraum ist die entscheidende Stellgröße“, sagte er.
Frühere bekannte Planungen sehen vor, bei einem beschleunigten Abzug zusätzliches Material in Afghanistan zurückzulassen. Sicherheitsrelevante Ausrüstung wird notfalls zerstört.
FDP kritisiert
Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kritisiert das Drängen der USA auf einen schnelleren Abzug aus Afghanistan. Es sei „einfach nur unwürdig“, sich nach 20 Jahren bei der Frage des Abzugs an den symbolischen Feiertagen der USA ausrichten zu müssen.
„Wir sind nicht die Zierpüppchen der USA, auch wenn diese den Hut aufhaben“, zitiert die DPA sie am Mittwoch in Berlin.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала