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Shitstorm auf Twitter wegen „new skills“ von Frontex-Beamtin

© AFP 2021 / -Migranten und Flüchtlinge kommen am 29. März 2016 mit einem schwedischen Frontex-Patrouillenboot im Hafen von Mytilene auf der griechischen Insel Lesbos an.
Migranten und Flüchtlinge kommen am 29. März 2016 mit einem schwedischen Frontex-Patrouillenboot im Hafen von Mytilene auf der griechischen Insel Lesbos an.  - SNA, 1920, 20.04.2021
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Ein auf dem Twitter-Account der EU-Grenzschutzagentur Frontex am Dienstag veröffentlichtes Foto einer Küstenwache-Beamtin aus Österreich, die in einem Kommentar dazu angegeben hat, dank ihrer Tätigkeit „neue Fähigkeiten“ („new skills“) erworben zu haben, hat einen Shitstorm ausgelöst.
Bettina arbeite in der griechischen Region Evros, hieß es auf Twitter. Sie selbst wurde mit den Worten zitiert, dass „die regelmäßige Teilnahme an der Frontex-Missionen mir geholfen hat, neue Fähigkeiten zu entwickeln und mich mit Menschen aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zu umgeben“.
Da ließen Twitterer ihrem Unmut freien Lauf. „Menschen ertrinken zu lassen, ist übrigens keine Fähigkeit. Es ist Mord“, schrieb ein User:
„Hallo, ich bin Bettina und ich lasse Kinder buchstäblich ertrinken“, hieß es in einem weiteren Beitrag:
Die Beamtin wird auch direkt angesprochen:
„Bettina, wie schläfst du nachts, wo du weißt, welche Schmerzen und Leiden du anderen zugefügt hast?“

EU-Agentur im Kreuzfeuer der Kritik

Frontex ist seit einigen Monaten mit dem Vorwurf konfrontiert, mehrfach Boote mit Migranten illegal zurück in Richtung Türkei getrieben beziehungsweise zurückgewiesen zu haben. Auch eine interne Frontex-Arbeitsgruppe habe bereits im Auftrag des Verwaltungsrats 13 Fälle mutmaßlicher Rückführungen von Migranten untersucht und als „Pushbacks“ bezeichnet, berichteten Medien. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) verlangte zuvor eine bessere Überwachung möglicher Grundrechtsverletzungen bei Frontex. Bereits 2019 hatte es sich in den Medienberichten um die Misshandlung von Flüchtlingen, Hetzjagden mit Hunden und Attacken mit Pfefferspray an den europäischen Außengrenzen gehandelt. Die Vorwürfe bezogen sich damals unter anderem auf Grenzschutzpersonal in Bulgarien, Ungarn und Griechenland.
Ein Migrant betet neben einem deutschen Frontex-Boot in der Inselhauptstadt Vathy auf Samos, 18. Juni 2019  - SNA, 1920, 06.02.2021
UNHCR schlägt Alarm wegen Mängeln in Frontex-Meldeverfahren zu Grundrechtsverstößen
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