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„Oxia Palus“: Rekonstruktion verloren gegangener Gemälde mit künstlicher Intelligenz

© REUTERS / MATTHEW CHILDSEin Gemälde von Pablo Picasso (Symbolbild)
Ein Gemälde von Pablo Picasso (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.04.2021
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Die Forscher vom Universitätscollege London George Cann und Anthony Bourached haben es mithilfe künstlicher Intelligenz und eines 3D-Druckers geschafft, vollwertige Versionen verlorener Kunstwerke wiederherzustellen, berichtet die Online-Plattform Freethink.
Die Doktoranden haben im Rahmen des Projektes „Oxia Palus“ ein an der Universität Tübingen entwickeltes Verfahren an Pablo Picassos Gemälde „Die kauernde Bettlerin“ (1902) erprobt, das heute zur Sammlung der Kunstgalerie von Ontario in Toronto, Kanada, gehört. Die Methode sieht eine Analyse des Röntgenbildes eines Kunstwerks vor, wobei eine Version der darunter versteckten Komposition generiert wird.
Experten der Kunstgalerie hatten noch 2018 mithilfe von Röntgenstrahlen herausgefunden, dass unter den Pinselstrichen Picassos vermutlich ein Werk seines Zeitgenossen – des katalanischen Künstlers Santiago Rusinol – versteckt ist. Auf dem Landschaftsbild ist der historische Parc del Laberint d'Horta in Barcelona dargestellt.
Als angehender Maler aus Barcelona konnte Picasso es sich nicht leisten, neue Malertücher zu kaufen. Sein Gemälde „Die kauernde Bettlerin“ basiert höchstwahrscheinlich auf dem Landschaftsgemälde Rusinols.
Obwohl die verlorene Komposition wieder sichtbar gemacht und deren 3D-Höhenkarte erstellt wurde, konnten die ursprünglichen Farben nicht mehr wiederhergestellt werden.
Künstliche Intelligenz (Symbolbild)  - SNA, 1920, 01.03.2021
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Dennoch haben George Cann und Anthony Bourached in dem von ihnen angewandten Verfahren mehr als 100 dreidimensionale Leinwände mit dem verlorenen Bild des katalanischen Künstlers geschaffen. Die Pinselstriche Rusinols wurden dabei vom vorprogrammierten 3D-Drucker genau wiedergegeben.
Bourached bezeichnete die Methode zum Auftragen von Farben und Tinte auf Leinwand als einen weiteren Schritt vorwärts in der Entwicklung des 3D-Drucks.
Jedes wiederhergestellte Gemälde von Rusinol kostet heute mehr als 11.000 Dollar und ist mit einer Marke, die das Bild vor Diebstahl schützen soll, und mit einem Code versehen.
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