Top-7 rätselhafter Vermisstenfälle

Polizeieinsatz (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.04.2021
Heute vor 180 Jahren wurde ein Prototyp des im 19. Jahrhundert entstehenden Genres der Detektivgeschichte in Leben gerufen. Der amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe veröffentlichte sein Werk „Der Doppelmord in der Rue Morgue“. Aus diesem Anlass hat SNA die berühmtesten Vermisstenfälle gesammelt, deren Rätsel immer noch ungelöst bleiben.
Die folgenden Vermisstenfälle wurden oder werden immer noch von der Polizei und den Ermittlungsbehörden untersucht. Deren Versuche, die mysteriösen Vorfälle zu klären, waren jedoch vergebens.

Verschwinden eines Diplomaten, 1809

Benjamin Bathurst war ein britischer Diplomat in Wien. Am 25. November 1809 war er unterwegs in der Stadt Perleberg, wo er im Gasthof „Zum weißen Schwan“ eine Rast machte. Gegen 21 Uhr verließ er das Gebäude, um bei seiner Kutsche die Vorbereitungen zur Weiterreise zu beaufsichtigen. Damit hat die Geschichte von Bathurst sein Ende. Er verschwand unter nie völlig geklärten Umständen. Diesen Vermisstenfall haben mehrere Erzählungen und Filme zur Grundlage, darunter auch ein UFA-Filmdrama „Der höhere Befehl“ aus dem Jahr 1935.
© Foto : GemeinfreiBenjamin Bathurst (*1784; verschwunden 1809). Britischer Diplomat. Zeitgenössisches Porträt des frühen 19. Jahrhunderts, Künstler unbekannt.
Benjamin Bathurst (*1784; verschwunden 1809). Britischer Diplomat. Zeitgenössisches Porträt des frühen 19. Jahrhunderts, Künstler unbekannt. - SNA, 1920, 20.04.2021
Benjamin Bathurst (*1784; verschwunden 1809). Britischer Diplomat. Zeitgenössisches Porträt des frühen 19. Jahrhunderts, Künstler unbekannt.

Mary Celeste, 1872

Die „Mary Celeste“ ist eines der berühmtesten Geisterschiffe. Sie wurde 1872 im Atlantik entdeckt. Die gesamte Crew war verschwunden. Die wichtigsten Gegenstände fürs Überleben wurden jedoch nicht mitgenommen. Auf dem Segelschiff blieben auch wertvolle Sachen, was einen Piraten-Angriff ausschließt. Laut einer der vielen Vermutungen, die das Verschwinden zu erklären versuchen, brachen die Menschen nach einem möglichen Seebeben in Panik aus und schwammen mit einem Rettungsboot los. Sie verschwanden spurlos. Einhundert Jahre später wurde in Deutschland dieser Vorfall nach dem Drehbuch des österreichischen Autors Rolf Olsen verfilmt. Der TV-Abenteuerstreifen lief unter dem Titel „Das Geheimnis der Mary Celeste“.

Inuitdorf, 1930

In der Nähe des nordkanadischen Sees Angikuni hat es ein Inuitdorf gegeben. Mindestens bis 1930. Damals wollte der Jäger Joe Labelle nach seiner langen Reise in der Siedlung übernachten. Das einst wohlhabende Dörfchen, an dem er früher oft vorbeigekommen war, erwies sich als völlig leer. Er fand dort halbfertige Kleidung, in der noch Nadeln steckten. Das Essen war noch auf dem Feuer. Es entstand der Eindruck, als ob alle Dorfbewohner in Eile ihre Häuser verlassen hätten und in eine unbekannte Richtung gegangen wären. In der Siedlung fand Labelle noch sieben tote Schlittenhunde und ein Grab, das scheinbar geöffnet worden war. Die Polizei konnte die Einwohner nicht finden.

Oberleutnant Felix Moncla, 1953

Oberleutnant Felix Eugene Moncla Jr. war ein Pilot der United States Air Force (USAF), der am 23. November 1953 über dem Oberen See verschwand. Sein Jagdflugzeug war aufgestiegen, um ein unbekanntes Flugobjekt abzufangen. Dieses Verschwinden wird manchmal als der Kinross-Vorfall nach der Kinross Air Force Base bezeichnet, bei der er im Einsatz war, als er verschwand. Die Suche nach Moncla und seiner Maschine blieb ergebnislos. Dieser Vorfall wird unter anderem auch im Buch „Erinnerungen an die Zukunft. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit“ des Schweizer Autors Erich von Däniken erwähnt.
Leutnant Moncla, 1953 (Madison, Wisconsin, USA) - SNA, 1920, 20.04.2021
Leutnant Moncla, 1953 (Madison, Wisconsin, USA)

D.B. Cooper, 1971

Dan Cooper und D. B. Cooper sind Pseudonyme für einen berühmten Flugzeugentführer. Am 24. November 1971 stieg er in ein Flugzeug der Northwest Orient Airlines nach Seattle ein. Etwa eine halbe Stunde nach dem Start sagte er einer Stewardess, dass er eine Bombe habe. Dabei verlangte er 200.000 Dollar und mehrere Fallschirme. In Seattle ließ er die Passagiere aussteigen und nahm sein Geld und die Fallschirme entgegen. Die Maschine musste mit ihm weiterfliegen. Er sprang über bergigem Gelände im Südwesten des US-Bundesstaates Washington ab, wurde aber nie wieder gefunden. Das FBI teilte im Juli 2016 mit, es habe die Ermittlungen im Fall D. B. Cooper nun eingestellt.
© Foto : U.S. Federal Bureau of InvestigationFahndungsbild aus dem Jahre 1972 von D. B. Cooper
Fahndungsbild aus dem Jahre 1972 von D. B. Cooper - SNA, 1920, 20.04.2021
Fahndungsbild aus dem Jahre 1972 von D. B. Cooper

Stonehenge-Hippies, 1971

Eine Gruppe von Hippies wollte 1971 in der Nähe des berühmten Stonenge campen. In der darauffolgenden Nacht zog ein starkes Gewitter auf. Blitze sollen Bäume und sogar einige der Steine getroffen haben. Zwei Zeugen, ein Bauer und ein Polizist, sahen ein starkes blaues Leuchten nahe der Steine und hörten angeblich Dutzende Schreie. Die Hippies seien daraufhin spurlos verschwunden von Hippies wollte 1971 in der Nähe des berühmten Stonenge campen. In der darauffolgenden Nacht zog ein starkes Gewitter auf. Blitze sollen Bäume und sogar einige der Steine getroffen haben. Zwei Zeugen, ein Bauer und ein Polizist, sahen ein starkes blaues Leuchten nahe der Steine und hörten angeblich Dutzende Schreien. Die Hippies seien daraufhin spurlos verschwunden.

Malaysia-Airlines-Flug 370, 2014

Der Malaysia-Airlines-Flug 370 war ein internationaler Linienflug von Kuala Lumpur nach Peking. Eine Boeing 777 der Malaysia Airlines verschwand am 8. März 2014 um 01:21 Uhr Ortszeit aus der Überwachung der Flugverkehrskontrolle des Subang Airports. Seitdem gilt das Flugzeug als vermisst. Malaysia-Airlines-Flug 370 war ein internationaler Linienflug von Kuala Lumpur nach Peking. Eine Boeing 777 der Malaysia Airlines verschwand am 8. März 2014 um 01:21 Uhr Ortszeit aus der Überwachung der Flugverkehrskontrolle des Subang Airports. Seitdem gilt das Flugzeug als vermisst.
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