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Homeoffice als Erfolgsgeschichte? DAK legt neue Studie vor

© CC0 / Karolina GrabowskaHomeoffice (Symbolbild)
Homeoffice (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.04.2021
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Während Deutschland im Lockdown verharrt, arbeiten viele Beschäftigte immer noch oder schon wieder von zu Hause aus. Nach einem Jahr Corona-Pandemie hat das Homeoffice sich vielerorts etabliert und mit ihm eine neue Arbeitsweise. Die Krankenkasse DAK hat nun die bereits dritte Studie zu diesem Thema vorgelegt.
Nach einer Erhebung vor Corona im Dezember 2019 und einer zweiten im April/Mai 2020 erfolgte im Februar 2021 die jüngste Befragung, an der über 7000 Beschäftigte teilnahmen.

„Homeoffice hat sich in der Arbeitswelt etabliert“

Waren es vor der Pandemie nur zehn Prozent der Beschäftigten, die fast täglich von zu Hause aus arbeiteten, lag ihre Zahl im Februar 2021 auf bei 38 Prozent – etwa genauso hoch, wie während der ersten Pandemie-Welle. Das Homeoffice habe sich damit in der Arbeitswelt etabliert und könne zu einer Erfolgsgeschichte werden, so Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit.

Potential fast ausgeschöpft

45 Prozent aller Arbeitnehmer könnten eigenen Angaben zufolge zumindest teilweise von zu Hause aus arbeiten. Neun Prozent entschieden sich bewusst dagegen, weitere drei Prozent berichteten von einem Verbot ihrer Firma. Als Beweggründe dafür, freiwillig ins Büro zu gehen, statt im Homeoffice zu arbeiten, gaben die Befragten an, zu Hause zu viel Ablenkung zu haben (28 Prozent), sich nicht abgrenzen zu können (24 Prozent) oder sich nicht allein organisieren zu können (17 Prozent). Ein Drittel gab an, mindestens ein Kind unter zwölf Jahren zu haben, das nur eingeschränkt durch Kita oder Schule betreut werde. „Keine politisch verordnete Homeoffice-Pflicht kann an der Tatsache etwas ändern, dass sich für einen gewissen Anteil der Beschäftigten das Büro nicht einfach so ins Wohnzimmer verlagern lässt“, erklärt Storm.
Somit ist das Homeoffice-Potential fast vollständig ausgeschöpft. „Potenzial für zukünftig noch mehr Arbeit von zu Hause aus sehen wir allein bei einer sehr kleinen Gruppe an Beschäftigten, die unter zwei Prozent in Deutschland ausmacht“, fasst Hans-Dieter Nolting die Studienergebnisse seines IGES-Instituts zusammen.
Homeoffice (Symbolbild) - SNA, 1920, 26.01.2021
Homeoffice: Arbeitsmodell der Zukunft? Zufriedenheit hoch – Studie

Hohe Produktivität

Laut der Studie ist der Anteil derer, die sich bei der Arbeit im Homeoffice als produktiver empfinden, im Vergleich zur letzten Befragung noch einmal gestiegen: Lag er im Frühjahr 2020 bei 57 Prozent, stieg er im Februar 2021 auf 63 Prozent. Von Arbeitgeberseite wurde die Arbeitsleistung im Homeoffice als etwa genauso hoch bewertet, wie die im Büro.

Arbeitszufriedenheit und Work-Life-Balance

Insgesamt zeigten sich die Beschäftigten auch nach vielen Monaten im Homeoffice zufrieden, im Februar war ihre Zahl gegenüber vorangegangenen Befragungen noch einmal angewachsen. 72 Prozent gaben an, Beruf und Familie gut miteinander verbinden zu können.

Risiko der Über- und Fehlbelastung

Auch wenn sich die Mehrheit der Beschäftigten inzwischen gut mit dem Homeoffice arrangiert hat, mit klaren Zeitsrukturen für Arbeit, Gespräche mit Kollegen und Pausen, zeigt die Studie, dass vier Prozent der Befragten über keine einzige der Strategien verfügen. Zusätzliche Schwierigkeiten treten für diejenigen auf, die Kinder unter zwölf Jahren zu betreuen haben. Außerdem beklagen viele ergonomisch unzureichende Ausstattung, weil sie von ihrer Firma besipielsweise lediglich einen Laptop, aber keinen Bürostuhl gestellt bekommen.
„Wenn Beschäftigte im Homeoffice regelmäßig über ihre Grenzen gehen, besteht langfristig das Risiko einer Über- und Fehlbelastung. Es muss für Arbeitgeber ein Warnsignal sein, wenn sich zum Beispiel die Überstunden häufen“, sagt Andreas Storm. „Hier sind auch die Arbeitgeber in der Fürsorgepflicht.“
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