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Guantánamo-Häftlinge können sich nun impfen lassen

© CC0Gefängnis, Symbolbild
Gefängnis, Symbolbild - SNA, 1920, 20.04.2021
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Häftlinge des US-Gefangenlagers Guantánamo auf Kuba werden ab Montag gegen Covid-19 geimpft. Die meldet die Nachrichtenagentur AP unter Verweis auf einen hochrangigen Verteidigungsbeamten.
Der Beamte kommentierte:
„Offensichtlich wollen wir keinen Ausbruch von COVID auf einer entfernten Insel mit den Herausforderungen, die damit verbunden wären“.
Laut einem offiziellen Vertreter des Verteidigungsministeriums, der mit der Zeitung „New York Times“ sprach, soll die Impfungen der Gefangenen zum Teil dazu dienen, jene Service-Mitglieder des amerikanischen Militärstützpunkts auf der Guantánamo Bay zu schützen, die sich nicht impfen lassen wollten.
„Hier geht es um den Schutz unserer Leute dort und um die Fähigkeit, mit den Militärkommissionen voranzukommen“, betonte der Beamte.
Den Medienberichten zufolge soll allen 40 Insassen des Gefangenenlagers der Guantánamo Bay Naval Base Impfungen angeboten werden, um die gesetzlichen Vorgaben zur Behandlung von Gefangenen einzuhalten und die Verbreitung von Covid-19 zu verhindern. Das bestätigte der Zeitung „New York Times“ ein Pentagon-Beamter:
„Wir haben eine rechtliche Verpflichtung nach internationalem Recht, diese Häftlinge ordnungsgemäß zu impfen“, sagte er.
Aufgrund strenger Corona-Maßnahmen wurden bereits die Aktivitäten auf dem Militärstützpunkt stark eingeschränkt und die Gerichtsverfahren für Gefangene, denen Kriegsverbrecherprozesse bevorstanden, kurzfristig auf Eis gelegt.
Das Angebot der Corona-Impfungen an den Guantánamo-Häftlingen steht im Einklang mit Beschluss des amerikanischen Präsidenten Joe Biden, einen besseren Zugang zu Impfstoffen in den USA zu verschaffen. Es ist Monate her, als Pentagons Vorhaben, den Guantánamo-Häftlingen Corona-Impfungen anzubieten, zum ersten Mal absagt wurde. Damals sorgte es laut AP für viel Empörung, weil viele Amerikaner nicht berechtigt waren, eine Covid-19-Spritze zu kriegen.
Impfung mit Sputnik V in Moskau - SNA, 1920, 19.04.2021
„Sputnik V“ erzielt höhere Wirksamkeit bei Impfkampagne
Mehrere republikanische Kongressabgeordnete unterstützten eine Gesetzgebung, die es Gefangenen in Guantánamo verwehrt hätte, sich impfen zu lassen, bis alle Amerikaner solche Möglichkeit hätten. Am 6. April kündigte Biden an, alle Bundesstaaten sollen die Zulassungsvoraussetzungen bis zum 19. April abschaffen und allen Erwachsenen ab 16 Jahren Impftermine ermöglichen.
Die Entscheidung, Gefangenen impfen zu lassen, mag immer noch umstritten sein, erfolgt allerdings vor der Hintergrund, dass die Hälfte aller Erwachsenen in den USA mindestens eine Dosis der Impfung erhalten haben.
Der Beauftragte für öffentliche Angelegenheiten des Krankenhauses auf der Guantanamo Bay Naval Station Dawn Grimes teilte mit, 56 Prozent aus etwa 5700 Menschen, die beim Militärstützpunkt ansässig seien, darunter auch Militärpersonal, Vertragspartnern und Angehörigen, seien bereits geimpft worden. Laut Grimes könne sich jeder Erwachsene impfen lassen, der es wünsche.
Nach den aktuellen Angaben der John Hopkins University wurden in den USA mehr als 31 Millionen Corona-Fälle und über 567 Tausend Todesfälle registriert. Die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ berichtet, dass 212 Millionen Dosen Impfstoff bisher verteilt worden sind.
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