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Stärkster Einbruch seit 70 Jahren — Deutschlands Konsum unter Corona

© AP Photo / Martin MeissnerLockdown in Essen
Lockdown in Essen - SNA, 1920, 20.04.2021
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Die Ausgaben für den privaten Konsum sind in Deutschland 2020 im Vergleich zum Vorkrisenjahr kräftig gesunken, berichtet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW).
Nach IW-Berechnungen gaben die Verbraucher infolge der Corona-Krise im Durchschnitt zwischen 1250 Euro und 1750 Euro weniger für den privaten Konsum als im Vorjahr aus. Der Verlust summiere sich auf insgesamt 100 bis 150 Milliarden Euro.
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Im Vergleich mit dem Jahr 2019 hätten die realen Konsumausgaben um 6,1 Prozent nachgegeben. Laut der Nachrichtenagentur DPA ist der Einbruch so stark wie seit 70 Jahren nicht. Für das erste Quartal 2021 beziffern die Forscher den Konsumausfall auf weitere 40 bis über 60 Milliarden Euro.
Besonders wenig hätten die Bundesbürger 2020 kurzlebige Konsumgüter wie Kleidung oder Schuhe gekauft, hieß es.
Der Kauf langlebiger Konsumgüter wie Autos oder Möbel sei im Zuge des ersten Lockdowns zwar auch zurückgegangen, die Nachfrage habe aber im zweiten Halbjahr 2020 um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt – was der Recherche zufolge auch an der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung gelegen haben dürfte.
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Der Einbruch bei Dienstleistungen sei um ein Vielfaches höher gewesen. Im gesamten Jahr 2020 habe sich der Rückgang auf 78 Milliarden Euro summiert. Das seien mehr als zwei Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das IW-Wissenschaftlerteam schreibt:
„Die zwischenzeitliche und teilweise langfristige staatlich verordnete Schließung von körpernahen Dienstleistungen, Gastronomiebetrieben, Hotels, Freizeit- und Veranstaltungseinrichtungen haben Konsumwünsche unmöglich gemacht und damit die entsprechenden Konsumausgaben.“
Der geminderte Konsum infolge der Pandemie verteile sich teilweise auf die verringerten Einkommen und teilweise auf eine höhere Ersparnis. Die Kauflaune sei auch aktuell noch zurückhaltend. Die jahresdurchschnittliche Sparquote der privaten Haushalte sei von 10,9 Prozent in 2019 auf 16,2 Prozent in 2020 angestiegen.
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