Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Persönliche Daten von tausenden „Querdenkern“ aus „Die Basis“ geleaked

© AFP 2021 / JENS SCHLUETERDer Anführer der Querdenker-Bewegung in Dresden, Marcus Fuchs, gibt am 17. April 2021 in Dresden ein Interview. Symbolfoto
Der Anführer der Querdenker-Bewegung in Dresden, Marcus Fuchs, gibt am 17. April 2021 in Dresden ein Interview. Symbolfoto - SNA, 1920, 20.04.2021
Abonnieren
Das Hackerkollektiv „Anonymous Germany“ hat Mitgliederdaten der „Querdenker“-nahen Kleinpartei „Die Basis“ erbeutet und teilweise geschwärzt veröffentlicht.
„Kein Hack, keine Infiltration, nur ein offener Server hat zu dem Leak geführt“, schreibt das Kollektiv auf der Seite Anonleaks. „Die Basis“ habe die Daten quasi öffentlich zur Verfügung gestellt.
„Wir haben weder gehackt, noch infiltiert. Wir haben keine Passworte gebruteforced [alle möglichen Optionen ausprobiert - Anm. d. Red.] oder geklaut. Wir sind nicht in irgendwelche Systeme eingedrungen. Mussten wir nicht. Wir haben im Browser den Server angeschaut, Ordnernamen im Prinzip geraten und gängige Verzeichnisnamen aufgerufen.“ Die sensiblen Daten dürften also unverschlüsselt auf dem Server der Partei gelegen haben.
In den ergatterten Datensätzen sind nach Angaben des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ die Namen, Adressen und Telefonnummern von rund 13.000 Mitgliedern enthalten. Auch die Höhe der gezahlten Mitgliedsbeiträge soll aus einer Tabelle hervorgehen. In einem weiteren Beitrag gibt das Hackerteam noch einzelne Namen mit den Wohnadressen bekannt. Einem Mitglied unterstellt es etwa, 1,1 Million Euro teure Villa zu haben.

Partei erstattet Strafanzeige

„Die Basis“ schreibt auf ihrer Webseite über „einen Angriff auf eine demokratisch legitimierte Partei“ bzw. über einen „Angriff auf unsere Demokratie“. Wer sich unbefugt Zugang zu fremden Daten verschaffe, begehe eine strafbare Handlung, die mit Haft- oder Geldstrafe bewehrt sei. Der Bundesvorstand nehme den Vorfall sehr ernst, und habe bereits eine Strafanzeige gestellt, und der Staatsschutz ermittle.
„Anonymous Germany“ verweist seinerseits auf die Notwendigkeit des Datenschutzes. Sensible personenbezogene Daten müssen gemäß der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vor unerlaubtem Zugriff geschützt werden.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала