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Walter-Borjans verurteilt „Gladiatorenkampf“ der CDU und CSU um K-Frage

© REUTERS / FEDERICO GAMBARINIUnion-Chefs Markus Söder und Armin Laschet (R)
Union-Chefs Markus Söder und Armin Laschet (R) - SNA, 1920, 19.04.2021
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Der SPD-Ko-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat sich im Deutschlandfunk über den Kampf zwischen den Chefs von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, um die Kanzlerkandidatur der Union geäußert.
Das Duell überschatte die Debatte über die Coronavirus-Lage, sagte Walter-Borjans in dem am Montag veröffentlichten Interview. Den eigenen Ehrgeiz so in den Vordergrund zu rücken und sich damit in der Öffentlichkeit offenbar aufmerksamkeitsstärker zu produzieren, finde er in der gegenwärtigen Lage „unverantwortlich“.
„Man muss ja sogar davon ausgehen, dass am Ende ein solcher Gladiatorenkampf auch noch zu Lasten der Gesellschaft geht, was die Folgen angeht.“
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Der Unterlegene werde am Ende „auch etwas bekommen“. Den Preis der Debatte zahle aber die Gesellschaft, was in „einer solchen schwierigen Situation“ nicht sein könne. Damit würde das Ansehen der Politik insgesamt ramponiert.
Der SPD-Politiker betonte, dass es auch in CDU und CSU viele gebe, die sich „mit dem beschäftigen, was jetzt ansteht“. Aber dass die Frage der Kanzlerkandidatur Nervosität verursache und dass sie „Konzentration“ nehme, könne man ja fast schon „niemandem verdenken“.
„Man muss es dann aber denen vorwerfen, die beide nicht in der Lage sind, offenbar eine angekündigte Entscheidung auch wirklich friedlich zu treffen.“
Die SPD habe hingegen wenig Interesse daran, im Moment Schlagzeilen damit zu produzieren, dass „wir auch noch ablenken von der Problemlösung, vor der wir im Augenblick“ stünden. Die Partei habe die K-Frage geklärt und könne sich nun den Aufgaben stellen, „die wirklich anliegen“.
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Walter-Borjans bezeichnete den Kanzlerkandidaten seiner Partei, den Bundesfinanzminister Olaf Scholz, als „einen sehr erfahrenen, einen durchsetzungskräftigen, einen beharrlich an den Problemen arbeitenden Kandidaten“. Die SPD sei die einzige Partei, die einen Kandidaten „mit echter Regierungserfahrung“ habe.
Armin Laschet und Markus Söder ist es nicht gelungen, wie geplant bis Sonntag zu klären, wer für die Union die Rolle des Kanzlerkandidaten übernehmen soll. Die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer warf der CSU mangelnden Respekt vor und appellierte nun an die Führungsverantwortung der beiden Konkurrenten. Sie forderte Söder und Laschet auf, sich untereinander zu einigen.
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