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Trump kritisiert Biden für Verzug beim Abmarsch aus Afghanistan

© REUTERS / TOM BRENNERUS-Präsident Joe Biden bei der Kranzniederlegung auf dem Militärfriedhof in Arlington
US-Präsident Joe Biden bei der Kranzniederlegung auf dem Militärfriedhof in Arlington - SNA, 1920, 19.04.2021
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Ex-US-Präsident Trump fordert seinen Amtsnachfolger Biden auf, den ursprünglichen Zeitplan für den Abzug amerikanischer Truppen aus Afghanistan einzuhalten. Dies ist nach Worten von Donald Trump möglich und nötig.
Die Kritik von Ex-Präsident Trump richtet sich vor allem gegen das Enddatum, welches sein Nachfolger Joe Biden für den Truppenabzug aus Afghanistan angesetzt hat. Das Weiße Haus hat vorigen Dienstag angekündigt, am 1. Mai mit dem Abzug zu beginnen und diesen bis 11. September abzuschließen. „Ich würde es nicht wollen, dass Joe Biden den 11. September als Frist für den Abzug unserer Truppen aus Afghanistan nutzt“, erklärte Trump in einer Mitteilung am gestrigen Sonntag, die das Nachrichtenmagazin „Newsweek“ zitiert.
Zwei Gründe gebe es, weshalb dieses Datum unpassend sei: „Erstens, können und müssen wir früher abziehen. Neunzehn Jahre sind in der Tat genug, viel zu viel und viel zu lange“, so Trump. Die Voraussetzungen für den schnelleren Truppenabzug habe er als US-Präsident geschaffen, „durch die Verringerung des dortigen Kontingents von 16.000 auf unter 2000“ und durch den Abtransport von militärischer Ausrüstung im Wert von mehreren Milliarden Dollar.
Der zweite Grund, den Trump vorbringt: „Der 11. September steht für ein sehr trauriges Ereignis - für unser Land und sollte ein Tag der Besinnung und Erinnerung in Ehren der großartigen Seelen sein, die wir verloren haben“, heißt es in der Mitteilung. Gleichwohl bleibe der Truppenabzug aus Afghanistan eine „wunderbare und positive Sache“, die zu erledigen sei. Er habe den Abzug auf 1. Mai angesetzt „und wir sollten den Zeitplan so strikt wie möglich einhalten“, so Trump.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in einem Eurofighter-Kampfjet der Bundesluftwaffe (Archivbild) - SNA, 1920, 19.04.2021
Kramp-Karrenbauer: Erfahrungen aus Afghanistan für künftige Bundeswehr-Einsätze nutzen

Truppenabzug nach über 18 Jahren Krieg

Die Vereinigten Staaten haben unter Donald Trump 2020 ein Friedensabkommen mit den Taliban unterzeichnet: das erste Abkommen dieser Art seit mehr als 18 Kriegsjahren. Die Vereinbarung sieht unter anderem den Abzug amerikanischer Truppen aus Afghanistan binnen 14 Monaten und die Aufnahme von innerafghanischen Gesprächen mit dem Ziel des Gefangenenaustauschs vor. Der Truppenabzug ist gemäß der Vereinbarung bis 1. Mai dieses Jahres abzuschließen. Durch die Verschiebung der Abzugsfrist auf den 11. September verstößt die Biden-Regierung jedoch gegen die Vereinbarung.
Das Pentagon hat kürzlich erklärt, bis zum endgültigen Abzug der US-Armee könnten sogar zusätzliche Truppen nach Afghanistan entsandt werden, um den Abzug zu sichern. Gleichzeitig ist aus Kreisen der US-Regierung zu vernehmen, Washington könnte ausreichende „militärische und geheimdienstliche Fähigkeiten in und um Afghanistan“ erhalten mit dem Ziel, die Al-Qaida* zu bekämpfen, sollte diese Terrororganisation wieder erstarken.
Die Taliban mahnten ihrerseits, sie würden das Friedensabkommen nicht länger einhalten und möglicherweise ausländische Truppen angreifen, sollten diese über den 1. Mai hinaus in Afghanistan bleiben.
*Terrororganisation, in Russland und Deutschland verboten
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