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Hunderte Astrazeneca-Dosen laden in Schweden täglich im Müll

© REUTERS / MARCELO DEL POZOAstrazeneca-Impfstoff
Astrazeneca-Impfstoff - SNA, 1920, 19.04.2021
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Bedenken hinsichtlich des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca haben in Schweden dazu geführt, dass die Leute sich weigern, damit geimpft zu werden. Als Resultat landen Hunderte Dosen täglich im Müll. Darüber berichtete die lokale Zeitung „Dagens Nyheter“ am Wochenende.
Dies erhöht sowohl die Kosten für die Impfkampagne als auch die Arbeitsbelastung des Gesundheitspersonals, hieß es weiter im Beitrag. Die Bevölkerung ist zurückhaltend gestimmt, nachdem Schweden die Verwendung des Serums nach einer Reihe von Berichten über schwerwiegende Nebenwirkungen wie etwa Blutgerinnsel vorübergehend eingestellt hatte. Obwohl die Impfungen dann wiederaufgenommen wurden, verpassen die Menschen ihre Besuche oder kehren vor der Haustür um, wenn sie erfahren, dass ihnen dieser Impfstoff angeboten wird.
Mitarbeiter der Impfzentren geben sich laut dem Beitrag Mühe, schnellstmöglich andere Impfwillige zu finden, es gelingt aber nicht immer, da einige Patienten weit entfernt vom nächsten Gesundheitszentrum leben. Wenn aber der Impfstoff nicht innerhalb weniger Stunden verabreicht werde, müsse er weggeschmissen werden.
„Viele Gesundheitszentren sind der Meinung, dass dies viel Zeit und Mühe kostet“, zitiert die Zeitung Roger Larsson, Chefarzt in der Region Dalarna. „Es fühlt sich sehr unglücklich an. Wir wollen alles verwenden. Es ist eine schlechte Risikokalkulation, den Impfstoff nicht anzunehmen.“
Am Universitätsklinikum Sahlgrenska in Göteborg müssen Mitarbeiter nach Ablehnung des Patienten auch Dosen wegwerfen, und das Problem hat laut Chefärztin Maria Taranger in den letzten zwei Wochen zugenommen.
„Das Personal verbringt viel Zeit damit, die Menschen ruhig und sicher zu machen, aber es ist nicht immer möglich. Wir haben die kollektive Verantwortung, die Infektion zu stoppen“, sagte Taranger.
Mitte März wurde die Verwendung des Impfstoffs von Astrazeneca in Schweden eingestellt. Dies folgte nach einer Reihe von Berichten über vermutete schwerwiegende Nebenwirkungen. Die Impfung wurde später am 25. März wieder aufgenommen. Das schwedische Gesundheitsamt empfiehlt jedoch, den Impfstoff nur Personen ab 65 Jahren zu verabreichen.
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Bisher war Astrazeneca ein fester Bestandteil des schwedischen Impfprogramms. Nach Angaben der schwedischen Behörde für öffentliche Gesundheit (Public Health Authority) haben 20,4 Prozent der Schweden mindestens eine Impfstoffdosis erhalten, während 7,9 Prozent beide Dosen erhalten haben.
Letzte Woche sagte der schwedische Impfkoordinator Richard Bergström, Stockholm sei in Gesprächen mit Russland, um den Sputnik V-Impfstoff bereits in diesem Sommer zu beschaffen.
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