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Erdgas, elektrischer Betrieb oder Wasserstoff? Chefs der EU-Firmen im Gespräch mit Minister Manturow

© SNA / HandoutDer russische Handelsminister Denis Manturow (Archivbild)
Der russische Handelsminister Denis Manturow (Archivbild) - SNA, 1920, 19.04.2021
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Die Chefs der in Russland tätigen EU-Unternehmen haben Fragen an Minister für Industrie und Handel, Denis Manturow, beim Treffen in Moskau gestellt. Im Mittelpunkt: Wasserstofftechnologien, Digitalisierung der Produktion sowie Erholung der Wirtschaft nach der Coronavirus-Pandemie.
Trotz der negativen Trends in der Weltwirtschaft, die unter anderem durch die Folgen der Coronavirus-Pandemie verursacht wurden, gelang es Russland, diese „turbulente“ Phase zu überstehen, sagte Manturow
„Die Krise, die durch die Verbreitung von Covid-19 verursacht wurde, hat die Welt der Illusionen über die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft und die Zuverlässigkeit globaler Lieferketten zerstört. Sie machte es aber auch möglich zu spüren, wie stark die Länder voneinander abhängig sind. Russland ist seit mehr als einem Jahr unter Sanktionen, und der von uns gebildete Spielraum für die Selbstversorgung hat es unserer Wirtschaft ermöglicht, die schwierigste turbulente Phase noch besser als erwartet und besser als andere Volkswirtschaften der Welt zu überstehen.“
Denis Manturow
Minister für Industrie und Handel
Die pharmazeutische und medizinische Industrie verzeichnete verständlicherweise im vergangenen Jahr ein besonderes Wachstum. Gleichzeitig war es möglich, die Nachteile für die Branchen zu minimieren, die mehr als andere unter der Pandemie gelitten haben: die Autoindustrie, den Flugzeugbau, die Leichtindustrie und eine Reihe anderer Branchen.
Unter den Hauptarbeitsbereichen nannten die Teilnehmer des Treffens in Moskau die Wiederherstellung von Beschäftigung und Einkommen der Bevölkerung sowie das Wirtschaftswachstum, auch aufgrund langfristiger struktureller Veränderungen. Als ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit bezeichneten die Unternehmer, Mitglieder der Assoziation des europäischen Business (AEB), die Schaffung eines komfortablen Geschäftsumfelds. Es wurde festgestellt, dass das Volumen der akkumulierten Investitionen der EU-Länder in Russland fast 340 Milliarden US-Dollar erreichte. Der Anteil der EU-Länder am russischen Handel beträgt 38,5 Prozent, und Russland belegt wiederum den fünften Platz in der Liste der führenden Handelspartner der Europäischen Union (nach China, den USA, Großbritannien und der Schweiz).

Ökologisierung als Priorität

Während der Diskussion wurden die Themen der „grünen“ Wirtschaft angesprochen: die Ökologisierung von Industrieproduktion, Energieeffizienz, maximale Dekarbonisierung, die Entwicklung von Wasserstofftechnologien und die Digitalisierung der Produktion in allen Branchen. Welchen Weg wählt Russland: Erdgas, elektrischen Fahrbetrieb oder Wasserstofftransport, fragte Philip Pegorier, Präsident von Alstom Russland und AEB-Vorstandsmitglied. Minister Manturow wies darauf hin, dass alle führenden Volkswirtschaften der Welt jetzt zwei Richtungen entwickeln: elektrischen Antrieb und Wasserstoff. Russland sei dabei keine Ausnahme.
„Wir alle verstehen, dass die grüne Wirtschaft bereits Realität ist. Wir verhandeln mit weltweit führenden Unternehmen bei der Entwicklung von Wasserstofftechnologien und Energiespeichern. Unsere Automobilhersteller sind aktiv an diesem Programm beteiligt. Es darf aber nicht vergessen werden, dass Russland reich an Erdgas ist. Die Verwendung von komprimiertem und verflüssigtem Erdgas bedeutet daher auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen und unter anderem Einsparungen für die Verbraucher. Heute ist die Produktion von Motoren mit komprimiertem Erdgas und Flüssiggas billiger geworden, die Ausrüstung selbst ist in Russland lokalisiert und es entsteht ein Netz von Tankstellen. Wir werden das nicht aufhalten, sondern entwickeln. Daher sind Wasserstofftechnologien und Elektroautos sowie komprimiertes Erdgas die Richtungen, die sich auf parallelen Bahnen entwickeln werden. Wir laden Sie ein, an diesem Programm teilzunehmen“, sagte Manturow.

5G- und 6G-Technologien im Visier

Geschäftsleute interessierten sich auch für die Frage, welchen Platz die globalen Kommunikationsakteure auf dem russischen Markt einnehmen werden. Der Minister erklärte, dass die russische Regierung die Hauptaufgabe in der Lokalisierung von Telekommunikationsgeräten sehe. „Wir sind beispielsweise daran interessiert, gemeinsam mit europäischen Partnern 5G- und künftig 6G-Technologien in Russland zu produzieren“, sagte er.
Dabei machte Manturow auf die Entwicklung von den sogenannten Sonderinvestitionsverträgen (SPIC) aufmerksam. SPIC wird zwischen der russischen Regierung und ausländischen Unternehmen geschlossen und ermöglicht die Nutzung von Vorteilen wie Steuererleichterungen, Zugang zu Industrie- und regionalen Subventionen sowie erleichtert den Zugang zum öffentlichen Beschaffungsmarkt. Das neue "SPIC 2.0"-Modell setzt die Einführung der vielversprechendsten Technologien auf dem Weltmarkt voraus. Derzeit wurden 17 SPIC-Verträge mit europäischen Partnern unterzeichnet, der erste davon – mit dem deutschen Landmaschinenhersteller CLAAS.
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