Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

EU-Behörde: Grenzüberschreitender Drogenhandel in vier Jahren beinahe verdoppelt

© CC0 / Capri23auto / PixabayEU Flagge (Symbolbild)
EU Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.04.2021
Abonnieren
Die Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) hat am Montag einen umfassenden Bericht veröffentlicht, der die Tendenzen des grenzüberschreitenden Drogenhandels in der EU analysiert.
Darüber informierte Eurojust via Twitter:
Dem Bericht zufolge hat sich die Zahl der Fälle von grenzüberschreitendem Drogenhandel in den letzten vier Jahren von 279 im Jahr 2016 auf 562 im Jahr 2020 fast verdoppelt. Nach Angaben der EU-Agentur lässt sich dies zum Teil auf einen enormen Anstieg der Produktion von synthetischen Drogen zurückführen:
„Nicht einmal die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020, mit all ihren Einschränkungen und Schwierigkeiten sowohl für die Strafverfolgungsbehörden als auch für Kriminelle, führte zu einem Hinweis für einen Rückgang des Angebots oder der Nachfrage nach Drogen“, heißt es im Bericht.
Nach Eurojust-Angaben hat der Drogenhandel allein in der Europäischen Union einen geschätzten Wert von 30 Milliarden Euro pro Jahr. Wegen des nach wie vor lukrativen Geschäftsmodells, der stetig wachsenden Nachfrage und der Anpassungsfähigkeit krimineller Netzwerke wurde eine kontinuierliche Zunahme im Drogenhandel festgestellt, heißt im Bericht.
Deutsche Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.03.2021
Wegen Drogenhandels und Bestechlichkeit: Vier Festnahmen bei Polizei-Großeinsatz in Bremen
„Indem sie die Zusammensetzung der Chemikalien, die für diese Drogen verwendet werden, schnell ändern ... oder neue Substanzen schaffen, versuchen die Hersteller, Gesetzeslücken auszunutzen und der Strafverfolgung zu entgehen“, betont Eurojust in der Presse-Mitteilung.
Dem Bericht zufolge werden neue psychoaktive Drogen zumeist nicht traditionell von hierarchischen Drogenhandelsnetzwerken vertrieben, sondern online verkauft.
„Dieses Phänomen hat aufgrund der COVID-19-Pandemie zugenommen, wobei sich die Gruppen des organisierten Verbrechens schnell an eine Online-Umgebung angepasst haben und gesicherte Kommunikationskanäle, Krypto-Telefone, Kryptowährungen und Darknet-Märkte nutzen“, heißt es in der Presse-Mitteilung.
Darüber hinaus verlagern sich auch die Drogenkonsumenten ins Darknet, erklärt die EU-Agentur. Der Presse-Mitteilung zufolge bezahlen sie online und erhalten die Drogen per Post, was die Strafverfolgung kompliziert mache.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала