Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Eigeninteresse einiger Vereine“ - UEFA übt Kritik an „Super League“-Projekt von Top-Fußballclubs

© SNA / Alexej Danitschew  / Zur BilddatenbankFußball (Symbolbild)
Fußball (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.04.2021
Abonnieren
Zwölf europäische Spitzenvereine aus Italien, Spanien und England haben am Sonntag angekündigt, eine neue europäische „Superliga“ zu gründen. Darüber informierte unter anderem der FC Liverpool am Montag via Twitter.
Der FC Liverpool postete eine gemeinsame Erklärung, in der die neue Superliga angekündigt wird:
Insgesamt zwölf Spitzenklubs haben sich zusammengeschlossen: aus England Arsenal London, Manchester United, FC Liverpool, Tottenham Hotspur, FC Chelsea und Manchester City, die italienischen Vereine Juventus Turin, Inter sowie AC Mailand und die spanischen Topclubs FC Barcelona, Atletico Madrid und Rekordmeister Real Madrid. Bislang sind keine Mannschaften aus Deutschland und Frankreich der Liga beigetreten. Laut Mitteilung sollen sich drei weitere Vereine der neuen Fußballliga noch vor der Eröffnungssaison anschließen.
US-Sprintweltmeister Christian Coleman - SNA, 1920, 16.04.2021
Drei Dopingkontrollen geschwänzt: Olympia-Aus für US-Sprintweltmeister Coleman
Gespielt werden soll mit insgesamt 20 Mannschaften in zwei Zehnergruppen, die in Heim- und Auswärtsspielen gegeneinander antreten werden. Die fünf zusätzlichen Teams sollen sich jedes Jahr aufs Neue qualifizieren müssen. Die Spiele werden unter der Woche ausgetragen, wobei die Vereine weiterhin ihre nationalen Ligaspiele und internationalen Spiele bestreiten. Die Saison soll im August beginnen.
Als Anstoß zur Neugründung der Superliga haben die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie gedient. Der gemeinsamen Erklärung zufolge soll die globale Pandemie „die Instabilität des bestehenden europäischen Fußballwirtschaftsmodells beschleunigt“ haben. Die Gründervereine sollen hierbei mit dreieinhalb Milliarden Euro gefördert werden, „um ihre Investitionspläne in die Infrastruktur zu unterstützen und die Auswirkungen der Pandemie auszugleichen“.
Zur Errichtung der Superliga hat auch die längst überfällige Reform der UEFA Champions League, die am Montag endlich beschlossen werden soll, maßgeblich beigetragen. Diese sieht vor, dass 36 statt bislang 32 Teams von der Saison 2024/25 an der Champions League teilnehmen sollen. Um die Gründung einer alternativen europäischen Liga zu verhindern, musste die UEFA langjährigen Forderungen nach einer Änderung des Turnierformats nachgeben. Ein tragfähiger Kompromiss konnte jedoch nicht erzielt werden:
„Die Gründungsvereine sind der Meinung, dass die nach diesen Gesprächen vorgeschlagenen Lösungen grundlegende Probleme nicht lösen, einschließlich der Notwendigkeit, qualitativ hochwertigere Spiele und zusätzliche finanzielle Mittel für die gesamte Fußballpyramide bereitzustellen“, steht in der Mitteilung.
Die UEFA sowie mehrere nationale Fußballzusammenschlüsse haben die Nachricht scharf kritisiert. In ihrer gemeinsamen Erklärung am Sonntag hieß es:
„Wir […] werden in unseren Bemühungen vereint bleiben, dieses zynische Projekt zu stoppen, ein Projekt, das auf dem Eigeninteresse einiger weniger Vereine beruht, zu einer Zeit, in der die Gesellschaft mehr denn je Solidarität braucht“.
Auch der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, Christian Seifert, lehnt das Vorhaben stark ab:
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала