Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Immer mehr Cyberangriffe auf Wirtschaft – Deutsche Firmen melden besonders hohe Schäden

© AP Photo / Wilfredo LeeHackerangriff (symbolbild)
Hackerangriff (symbolbild) - SNA, 1920, 19.04.2021
Abonnieren
Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Spezialversicherers Hiscox nimmt die Zahl der Hackerattacken auf Firmen zu, wobei die deutschen Betriebe besonders betroffen sind und im internationalen Vergleich deutlich höhere Schäden verzeichnen.
„Es gab gerade im letzten Jahr mehr Schäden, vor allem aber auch deutlich teurere und deutlich kompliziertere Schäden“, sagte Hiscox-Cybermanager Ole Sieverding. „Der Haupttreiber ist das Thema Ransomware.“
Bei einer Attacke mit Ransomware wird typischerweise ein Teil der Daten oder Systeme des Opfers verschlüsselt. Für die Freigabe verlangen die Angreifer dann Lösegeld (englisch: ransom). 19 Prozent der gut 1000 befragten deutschen Firmen erklärten, in den vergangenen zwölf Monaten von Ransomware angegriffen worden zu sein. Insgesamt wurden 6024 Firmen befragt, neben Deutschland in den USA, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Spanien, den Niederlanden und Irland.
Dabei stieg der Anteil der mindestens einmal von einer Cyberattacke betroffenen Unternehmen von 39 auf 43 Prozent, in Deutschland von 41 auf 46. Die häufigste Folge eines Angriffs war ein Virus-Ausbruch.
Bei der Zunahme der Cyberrisiken spielt auch die Corona-Pandemie eine Rolle. Weil sehr viel mehr Firmen Mitarbeiter im Homeoffice haben, vergrößert sich die Angriffsfläche, wie Sieverding sagt. Zudem habe man, gerade zu Beginn der Pandemie „sehr viele Phishing-Kampagnen gesehen, die speziell auf das Thema Corona abzielten. Das wird wahrscheinlich weniger werden, aber der Mechanismus wird mit neuen Themen – beispielsweise die Fußball-Europameisterschaft – der gleiche bleiben.“
Microsoft-Logo (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.03.2021
Microsoft-Lücke: 60.000 Unternehmen weltweit von Hackern angegriffen – Bloomberg
Doch auch das Vorgehen der Angreifer bei Ransomware hat sich geändert. Früher sei dies in der Regel automatisiert geschehen, sagt Sieverding. „Ein Mitarbeiter klickt auf einen Email-Anhang, dann wird das erreichbare System direkt verschlüsselt und eine kleine Lösegeldforderung gestellt.“ Inzwischen verbringe der Angreifer - per Hand gesteuert - sehr viele Tage unbemerkt im System und versuche, „sich maximale Rechte zu erschleichen, bevor er mit der Verschlüsselung sehr gezielt und sehr schmerzhaft angreift“.
Angriffe kommen dabei nicht immer von außen:
„Wir haben bei unseren Schadenerfahrungen einige Fälle gehabt, bei denen es um Innentäter ging“, sagt Sieverding. „Es gibt in der Cyberkriminalität zwei Hauptgruppen: Die wirtschaftlich Motivierten, die Geld verdienen wollen, und die Insider, die Rachegelüste haben.“
Der mittlere Schaden durch Cyberangriffe lag bei den deutschen Firmen bei gut 21.800 Euro. Das ist fast doppelt so hoch wie der Wert über alle acht untersuchten Länder. Auch der höchste in der Umfrage genannte Schaden durch eine Einzelattacke kam aus Deutschland: 4,6 Millionen Euro. Allerdings haben die deutschen Firmen auch ihre Ausgaben für Cybersicherheit massiv hochgefahren. Im laufenden Jahr sind sie um 62 Prozent höher als noch 2020.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала