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Russland plant Rückzug aus ISS ab 2025

© NASAInternationale Raumfahrtstation (ISS)
Internationale Raumfahrtstation (ISS) - SNA, 1920, 18.04.2021
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Russland plant nach Angaben des Vize-Premiers Juri Borissow, eine nationale Raumstation zu schaffen und die ISS-Partner über seinen Rückzug aus dem Projekt ab 2025 zu informieren.
Es gehe darum, „sie (die Partner – Anm.d. Red.) über den ISS-Rückzug ab dem Jahr 2025 aufrichtig vorher zu benachrichtigen“, äußerte Borissow gegenüber dem TV-Sender „Rossiya 1“.
Nach Angaben der russischen Raumfahrtorganisation Roskosmos ist die Entscheidung über die Zukunft der internationalen Raumstation noch nicht gefallen – sie soll auf der Grundlage einer Analyse des technischen Zustandes der Station getroffen werden:
„Wir haben eine Frist für den Betrieb der Station, die mit den ISS-Partnern vereinbart wurde, und das ist das Jahr 2024“, teilte der Pressedienst von Roskosmos mit. „Nach dieser Frist soll eine Entscheidung getroffen werden auf der Grundlage des technischen Zustandes der ISS-Module, die größtenteils das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, sowie unserer Pläne zur Schaffung einer nationalen Raumstation neuer Generation. Wenn wir eine Entscheidung treffen, dann werden wir auch mit unseren Partnern Verhandlungen über die Bedingungen und Formen der Interaktion nach 2024 aufnehmen“, hieß es aus dem Pressedienst.
Die Betriebsfrist der ISS soll 2024 auslaufen. Zuvor war mehrmals über eine mögliche Verlängerung des ISS-Betriebs berichtet worden.
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Am 5. April hatte der Leiter der Flüge des russischen Segments der ISS, Wladimir Solowjow, bekannt gegeben, dass die Betriebszeit der ISS möglicherweise bis in die 2030er Jahre verlängert werden könnte. Im Oktober 2020 hatte er mitgeteilt, Spezialisten hätten ein „lawinenartiges Versagen“ zahlreicher ISS-Elemente nach 2025 vorausgesagt. Aufgrund der wachsenden Kosten würden die Spezialisten empfehlen, die Fristen für die weitere Teilnahme an dem Programm zu revidieren und „sich auf die Umsetzung der Programme von Orbitalstationen zu konzentrieren“.
Auch der Weltraumrat der Russischen Akademie der Wissenschaften empfahl, die Fristen des Betriebs der ISS zu revidieren und mit der Entwicklung eines neuen Konzepts der russischen bemannten Raumfahrt zu beginnen, „einschließlich der Schaffung einer nationalen bemannten Infrastruktur auf einer Erdumlaufbahn“.
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Am 4. März hatte der Vize-Vorsitzende des russischen Raumfahrtunternehmens RKK Energija, Juri Gidsenko, gesagt, dass die ISS bis mindestens 2028 im All bleiben solle. Diese Entscheidung sei auf „höchsten Ebenen“ getroffen worden.
Am 26. November 2020 hatte Roskosmos mitgeteilt, Anfang 2021 sollten Konsultationen über die Zukunft der ISS mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa und anderen Partnern aufgenommen werden. Am 28. Dezember 2020 sagte der stellvertretende russische Ministerpräsident Juri Borissow, über das weitere Schicksal der ISS solle im ersten Quartal 2021 entschieden werden.
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