Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Dürfen sie nicht schutzlos zurücklassen: AKK will afghanische Ortskräfte nach Deutschland holen

© REUTERS / ANNEGRET HILSEVerteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im Cockpit eines Kampfjets (Archivbild)
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im Cockpit eines Kampfjets (Archivbild) - SNA, 1920, 18.04.2021
Abonnieren
Angesichts des geplanten Abzugs aus Afghanistan will die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auch einheimische Mitarbeiter der Bundeswehr vereinfacht und schnell nach Deutschland holen.
Diese Menschen dürften nicht schutzlos zurückgelassen werden, argumentiert die CDU-Politikerin.
„Wir reden hier von Menschen, die zum Teil über Jahre hinweg auch unter Gefährdung ihrer eigenen Sicherheit an unserer Seite gearbeitet, auch mitgekämpft haben und ihren persönlichen Beitrag geleistet haben“, sagte Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur in einem Interview.
Innerhalb der Bundesregierung liefen darüber bereits Gespräche. „Ich empfinde es als eine tiefe Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland, diese Menschen jetzt, wo wir das Land endgültig verlassen, nicht schutzlos zurückzulassen“, betonte die Verteidigungsministerin.
Bundeswehr-Soldat in Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 17.04.2021
Bundeswehreinsatz in Afghanistan kostete über 12,1 Milliarden Euro
Es sei nicht nur eine Verpflichtung der Bundeswehr, sondern aller internationalen Kräfte, die vor Ort waren, für die Sicherheit der Mitarbeiter zu sorgen. „Ich bin der Auffassung, dass wir uns das in der Bundesregierung sehr genau anschauen müssen, und da weiß ich mich auch einig insbesondere mit dem Auswärtigen Amt“, so die Verteidigungsministerin. Auch mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) berate sie.
Das deutsche Einsatzkontingent „Resolute Support“ beschäftigt derzeit rund 300 Ortskräfte. Das Innenministerium teilte laut „Welt am Sonntag“ mit, dass sich die Bundesregierung „ihrer besonderen Verantwortung gegenüber den afghanischen Ortskräften bewusst“ sei. Bis zum 1. Mai soll der Nato-Abzug aus Afghanistan beginnen. Das entschied das Bündnis am Mittwoch. Die Bundeswehr soll schon bis Mitte August abgezogen werden.
Ein Verfahren für die Aufnahme der sogenannten Ortskräfte gibt es bereits, allerdings gibt es laut DPA noch eine Reihe strittiger Fälle und nun eine neue Lage. Seit Beginn des Ortskräfteverfahrens im Jahr 2013 wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums 781 Ortskräfte in Deutschland aufgenommen.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала