Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Sabotage in Atomanlage Natans: Teheran veröffentlicht Foto des Verdächtigen

© AFP 2021 / HANDOUTZwischenfall in der iranischen Atomanlage Natans
Zwischenfall in der iranischen Atomanlage Natans  - SNA, 1920, 17.04.2021
Abonnieren
Die iranischen Behörden haben den Namen des mutmaßlichen Täters, der für den Störfall in der Atomanlage Natans am 11. April verantwortlich sein soll, bekannt gegeben, wie der TV-Sender Irib am Samstag berichtete.
„Das ist der 43-jährige Reza Karimi, der an diesem Objekt tätig war. Er flüchtete aus dem Iran, nachdem Mitarbeiter der Sicherheitskräfte ihn namhaft gemacht hatten“, heißt es.
Zudem zeigte der Sender ein Foto des Verdächtigen.

Stromausfall in iranischer Atomanlage

In der Nacht zum Sonntag war es in der iranischen Atomanlage Natans nach Angaben der staatlichen Atomorganisation AEOI zu einem Zwischenfall gekommen. Es gebe keine Verletzten und es seien keine Schadstoffe freigesetzt worden, meldeten Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde, Behrouz Kamalvandi.
Die Ursache des Zwischenfalls werde untersucht. Kamalvandi sprach demnach von einem „Zwischenfall in einem Teil des Stromverteilnetzes“ der Urananreicherungsanlage.
Der Vorfall ereignete sich einen Tag, nachdem der Iran zur Beschleunigung der Urananreicherung in Natans neue Zentrifugen in Betrieb genommen hatte.
Atomanlage in Natanz (Archivbild) - SNA, 1920, 12.04.2021
Stromausfall in iranischer Atomanlage: Irans Außenminister beschuldigt Israel und schwört Rache
Die „New York Times“ berichtete indes, der Stromausfall in der iranischen Atomanlage könnte durch eine von israelischen Geheimdiensten herbeigeführte Explosion verursacht worden sein. Die Detonation sei groß genug gewesen, um das unabhängige und stark geschützte interne Stromnetz der Anreicherungsanlage komplett zu zerstören.

Atomdeal mit Teheran

Im Juli 2015 hatten der Iran und die internationale Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) den sogenannten Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) vereinbart.
Der Iran verpflichtete sich, sein Atomprogramm herunterzufahren, im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.
Die iranische Nationalflagge ist vor dem Hauptsitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien zu sehen,1. März 2021  - SNA, 1920, 11.04.2021
Nach Zwischenfall in Atomanlage: Teheran spricht von „nuklearem Terrorismus“
Am 8. Mai 2018 stiegen die USA jedoch einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran. Ein Jahr später kündigte der Iran an, seine JCPOA-Verpflichtungen stufenweise reduzieren zu wollen.
Das Parlament in Teheran verabschiedete die sogenannte „Strategische Maßnahme zur Aufhebung von Sanktionen“, die die Intensivierung der nuklearen Aktivitäten ermöglichte. Im Einklang mit dem Dokument hat der Iran die Urananreicherung bereits von den im JCPOA vorgesehenen 3,67 Prozent auf 20 Prozent erhöht. Zudem wurden die Möglichkeiten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Inspektionen durchzuführen, seit dem 23. Februar eingeschränkt.
Sind Sie in den sozialen Netzwerken aktiv? Wir auch! Werden Sie SNA-Follower auf Telegram, Twitter oder Facebook! Für visuelle Inhalte abonnieren Sie SNA bei Instagram und YouTube!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала