Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Russland weist ukrainischen Konsul aus

© SNA / Natalia SeliverstovaRussisches Außenministerium
Russisches Außenministerium - SNA, 1920, 17.04.2021
Abonnieren
Das russische Außenministerium hat dem ukrainischen Konsul in Sankt Petersburg, Alexander Sosonjuk, empfohlen, das Land innerhalb von 72 Stunden zu verlassen. Am Vortag war der ukrainische Diplomat vom russischen Sicherheitsdienst FSB bei der Entgegennahme vertraulicher Informationen von einem russischen Bürger ertappt worden.
Im Zusammenhang mit der „illegalen Tätigkeit“ des Konsuls der Ukraine in Sankt-Petersburg sei am Samstag der interimistische Geschäftsträger der Ukraine in Russland, Wassili Pokotilo, ins russische Außenministerium einbestellt worden, hieß es in einer Mitteilung des russischen Außenamtes.
Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes hatte ein Russe dem ukrainischen Konsul geheime Informationen übergeben, die aus Datenbanken von FSB sowie anderen Sicherheitsorganen stammen sollen. Sosonjuk sei „auf frischer Tat ertappt“ und vorübergehend festgenommen worden, hieß es in einer Mitteilung des FSB. Nach Informationen eines Sprechers des ukrainischen Außenministeriums durfte Sosonjuk später in das Konsulat zurückkehren.
„Die russische Seite wies auf die Unzulässigkeit solcher Aktivitäten hin, die mit dem Status eines Konsularbeamten unvereinbar sind und die Sicherheitsinteressen der Russischen Föderation beeinträchtigen“, heißt es in der Mitteilung des russischen Außenministeriums weiter.
Zudem sei Sosonjuk für unerwünscht erklärt und aufgefordert, das russische Staatsgebiet innerhalb von 72 Stunden zu verlassen, mit Wirkung ab dem 19. April.
Kiew bezeichnete den Vorfall als feindliche Handlungen vonseiten Moskaus und kündigte die Vorbereitung von Vergeltungsmaßnahmen an.
Eines der Häuser des Dorfes Glubokaja im Ort Gorlowka, das durch Beschuss ohne Dach und schließlich ohne Mieter geblieben ist. Das Dorf liegt neben der Kontaktlinie in der Region Donezk. April 2021 - SNA, 1920, 16.04.2021
Merkel, Macron und Selenski fordern von Russland Truppenabbau an Grenze zu Ukraine
Wie der russische Geheimdienst FSB bereits klarstellte, soll Sosonjuk im Einklang mit den völkerrechtlichen Normen bestraft werden. Diplomaten genießen üblicherweise in dem Land, in dem sie akkreditiert sind, Immunität, das heißt, einen rechtlichen Schutz gegen Strafverfolgung.
Allerdings sieht das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen vor, dass Diplomaten ihr Aufenthaltsrecht im Land ihrer Akkreditierung entzogen werden kann, falls sie gegen die Gesetze dieses Landes verstoßen oder feindliche Handlungen unternehmen.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала