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Studie mit Spürnasen: So genau können Hunde Corona erschnüffeln

© CC0 / Barescar90Ein Labrador
Ein Labrador  - SNA, 1920, 16.04.2021
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Wissenschaftler sagen, Hunde können Corona erschnüffeln. Ein Laborversuch von Tierärzten an der Universität Pennsylvania scheint dies zu belegen: In mehr als 95 Prozent der Fälle haben die Spürnasen richtig auf das Virus hingewiesen.
Noch muss die Studie methodisch verfeinert werden. Aber die vorläufigen Ergebnisse des Versuchs, der von Veterinärmedizinern an der University of Pennsylvania durchgeführt wurde, lassen sehr darauf hoffen, dass die Vierbeiner wahre Corona-Wächter sind.
Neun Hunde nahmen an der Studie teil, deren Ergebnisse unlängst im Fachjournal „PLOS One“ veröffentlicht wurden. Die Vierbeiner lernten, Patienten mit einer SARS-CoV-2-Ansteckung anhand von Urinproben von Personen ohne Ansteckung zu unterscheiden.
Nach dieser dreiwöchigen Lernphase zeigten die Spürnasen Speichel- und Urinproben von Corona-Infizierten mit einer durchschnittlichen Trefferquote von 96 Prozent an. Dabei hatten die tierischen Probanden vor dem Versuch keinerlei Erfahrung mit dem Aufspüren von Infektionen besessen. Beiläufig liefert die Studie einen Beleg dafür, dass die Körperflüssigkeiten von Corona-Infizierten sich in ihren Geruchseigenschaften verändern.
Die Autoren der Studie weisen allerdings daraufhin, dass der Versuch mit einer geringen Zahl an Geruchsproben durchgeführt wurde. Möglicherweise hätten die Hunde einfach nur auf diejenigen Proben gedeutet, die sie bereits kannten. Um die Studienergebnisse zu verifizieren, sei eine größere Anzahl an Urin- und Speichelproben erforderlich.
Haustiere (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.04.2021
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Sollten sich die Hunde auch in weiteren Experimenten als Corona-Wächter erweisen, können die Erkenntnisse auf andere Felder der Humanmedizin ausgeweitet werden, sagt die Versuchsleiterin, Cynthia Otto, von der Universität Pennsylvania: Die Studienergebnisse seien nicht nur für Corona anzuwenden, „sondern auch für die Krebsdiagnostik oder auch für Maßnahmen zur Erkennung weiterer Krankheiten, an denen wir arbeiten.“
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