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„Vetternwirtschaft im Herzen der Regierung“: Vorwürfe gegen britischen Gesundheitsminister Hancock

© REUTERS / HANNAH MCKAYDer britische Gesundheitsminister Matt Hancock
Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock - SNA, 1920, 16.04.2021
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Gegen den britischen Gesundheitsminister Matt Hancock sind Vorwürfe der Vetternwirtschaft laut geworden. Es ist nicht das erste Mal, dass derartige Anschuldigungen gegenüber dem Mitglied der Conservative Party geäußert werden.
Gegen den britischen Gesundheitsminister Matt Hancock sind laut Deutscher Presse-Agentur (DPA) erneut Vorwürfe der Vetternwirtschaft laut geworden. Hancock hatte im März mitgeteilt, dass er 15 Prozent Anteile an „Topwood“ hält. Das Unternehmen seiner Schwester ist auf die sichere Speicherung und Vernichtung von Dokumenten spezialisiert.
„Topwood“ hat in diesem Jahr einen Auftrag über 300.000 Pfund des Nationalen Gesundheitsdiensts (NHS) in Wales erhalten. Weil Gesundheit aber Sache der Landesteile ist, ist Hancock dafür nicht zuständig. Ein Regierungssprecher sagte, der Minister habe korrekt gehandelt.
Allerdings berichtete das „Health Service Journal“, „Topwood“ habe 2019 einen Rahmenvertrag des NHS in England erhalten. Hancock wird zudem vorgeworfen, er habe die Beteiligung seiner Schwester an dem Unternehmen verschwiegen. Jonathan Ashworth, Gesundheitsexperte der oppositionellen Labour-Partei, sprach von „Vetternwirtschaft im Herzen der Regierung“. Der Sender „Sky News“ zitierte Regierungsquellen, laut denen Hancock und das Ministerium nichts mit der Vergabe zu tun hatten.
Es ist nicht das erste Mal, dass Vorwürfe gegen Hancock laut werden. So hat sein ehemaliger Nachbar und Besitzer des örtlichen Pubs einen Auftrag zur Lieferung von Corona-Schutzausrüstung erhalten. Auch im Lobby-Skandal um den mittlerweile insolventen Finanzdienstleister „Greensill Capital“ wird Hancock genannt. Er hatte sich auf Vermittlung von Ex-Premierminister David Cameron auf einen „privaten Drink“ mit Firmengründer Lex Greensill getroffen.
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Der Fall zieht in London weitere Kreise. Die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtete am Freitag, ein ehemaliger ranghoher Berufsbeamter habe jahrelang parallel zu seiner Regierungstätigkeit für „Greensill“ gearbeitet.
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