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Abserviert? Von der Leyens Team gerät wegen Schreiben an Kiew in Kritik

© REUTERS / POOLPräsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen
Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen - SNA, 1920, 15.04.2021
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Ein Mitarbeiter der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich im Umgang mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski eine diplomatische Taktlosigkeit geleistet. Man kann den Fauxpas aber auch als ein Zeichen an Kiew werten.
Wenn ein Staatschef eine persönliche Einladung an die Kommissionspräsidentin schickt, gilt es nach diplomatischem Usus als taktlos, wenn die Präsidentin diese nicht persönlich beantwortet. Im Falle einer Einladung des ukrainischen Staatschefs Wladimir Selenksi an Ursula von der Leyen ist dies allerdings geschehen: Nicht von der Leyen hat die Antwort auf das Einladungsschreiben unterzeichnet, sondern ihr Kabinettschef Björn Seibert, wie die DPA berichtet.
Mehrere EU-Diplomaten sehen dies laut DPA als „schweren Fauxpas“. Umso mehr, als dass das Schreiben Selenskis sich auf die Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine bezog. Seibert sagte die Teilnahme von der Leyens wegen eines „besonders vollen Terminkalenders“ in dem betreffenden Zeitraum ab. Dabei sollen die Feierlichkeiten in Kiew am 24. August stattfinden: In einer Zeit, wenn es in Brüssel wegen der Sommerpause üblicherweise ruhig ist.
Deshalb werten Kritiker den „Fauxpas“ laut DPA als ein mögliches Zeichen an die ukrainische Führung, dass die EU-Kommission sich aus dem eskalierenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland heraushalten wolle.
Der Sprecher der EU-Kommission erklärte am Donnerstag aber, von der Leyen werde dem ukrainischen Präsidenten noch persönlich antworten und die EU-Kommission bei den Feierlichkeiten in Kiew „angemessen“ repräsentiert sein. Außerdem sei das Schreiben von Kabinettschef Seibert nicht über die „üblichen Kanäle“ in die Ukraine gegangen, schilderte der Kommissionssprecher laut DPA.
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