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RKI warnt: „Situation in Kliniken spitzt sich teilweise dramatisch zu“

© REUTERS / FABRIZIO BENSCHKrankenhaus in Berlin
Krankenhaus in Berlin - SNA, 1920, 15.04.2021
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Das Robert-Koch-Institut (RKI) warnt vor einer dramatischen Lage in den Krankenhäusern. Einige Intensivstationen hätten bereits keine freien Betten. RKI-Präsident Lothar Wieler hat zu Verlegungen in andere Regionen geraten. Er hat die Politik zum Handeln aufgefordert.
Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler hat die Politik aufgefordert, die dritte Welle in der Corona-Pandemie zu brechen. „Wir müssen die Zahlen runterbringen. Es ist naiv zu glauben, das Virus wegtesten zu können. Das funktioniert nicht“, sagte er am Donnerstag vor Journalisten in Berlin. Verordnungen, wirksame Strategien und konsequente Umsetzungen seien nötig. Die Lage in den Krankenhäusern würde sich teilweise dramatisch zuspitzen und werde Deutschland noch härter treffen als in der zweiten Welle. „Wir müssen jetzt handeln“, verlangte Wieler.
Er riet allen Kliniken, ihren Regelbetrieb einzuschränken, um Kapazitäten zur Behandlung von schwer kranken Patienten zu schonen. „Es gibt jetzt schon in einigen Städten und Ballungsgebieten auf den Intensivstationen keine freien Betten mehr. Und das ist eine Situation, in der wir mit mehr Patienten rechnen müssen“, so der RKI-Leiter. Stabile Patienten sollten deshalb aus Regionen mit akutem Bettenmangel rechtzeitig in weniger betroffene Regionen verlegt werden.
Wegen der Schwere der Erkrankungen würden auf den Intensivstationen zunehmend mehr Beatmungsgeräte benötigt, sagte der Tiermediziner. Acht von zehn Geräten seien mit Covid-19-Patienten belegt. Viele jüngere Erwachsene seien unter den Patienten. Die meisten Neuerkrankungen gebe es nun bei den 15- bis 49-Jährigen. „Die Todeszahlen gehen nicht mehr zurück“, bemerkte Wieler. Auch nach dem Überstehen der Krankheit sei das Leiden nicht immer vorbei, berichtete er. Einer von zehn Genesenen würde noch Wochen oder Monate nach der Genesung an Langzeitfolgen leiden.
PCR-Test auf Coronavirus - SNA, 1920, 15.04.2021
Streit um Impf-Touristen – Corona im Osten: Sachsen-Anhalt mit dritthöchstem Inzidenzwert
Überraschend teilte Wieler zudem mit, dass die Fallzahlen nicht zunehmen, weil mehr getestet werde: Es gebe zwölf Prozent positive PCR-Tests – aber nur die Hälfte der Kapazität werde überhaupt ausgeschöpft.
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