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„Machtübernahme der Taliban absehbar“ - „Pro Asyl“ fordert Abschiebestopp nach Afghanistan

© AP Photo / Marco Di LauroU.S. Marines scannen den nordwestlichen Bereich des amerikanischen Militärgeländes auf dem afghanischen Flughafen Kandahar (Symbolbild)
U.S. Marines scannen den nordwestlichen Bereich des amerikanischen Militärgeländes auf dem afghanischen Flughafen Kandahar (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.04.2021
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Die Organisation „Pro Asyl“ verlangt als Reaktion auf den beschlossenen Nato-Truppenabzug aus Afghanistan einen sofortigen Abschiebestopp in das Land. Die Befürchtung: Die Machtübernahme der Taliban sei absehbar.
„Afghanistan wird nun noch mehr zum Talibanland, die Innenministerien von Bund und Ländern müssen die monatlichen Abschiebungen stoppen“, teilte der Geschäftsführer von „Pro Asyl“, Günter Burkhardt, am Donnerstag in einer Presseerklärung mit. Er rief die Bundesländer dazu auf, einen dreimonatigen Abschiebestopp zu verfügen. Eine bundesweite Regelung müsse bei der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern im Juni beschlossen werden.
Burkhardt widerspricht der Argumentation des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), wonach es in Afghanistan sichere Gebiete für Verfolgte gebe. „Kein Oppositioneller ist dort sicher. Das BAMF muss umgehend seine Entscheidungspraxis ändern. Wer verfolgt ist braucht Schutz und darf nicht mehr mit der irrealen Argumentationsfigur, es gäbe sichere Gebiete abgelehnt werden.“
Nach Angaben des BAMF stellten in den ersten drei Monaten dieses Jahres etwa 3500 Afghanen Asylanträge – die Schutzquote lag bei rund 37 Prozent. Bei den meisten Schutzbedürftigen gab es ein Abschiebungshindernis, deutlich weniger wurden als Flüchtling anerkannt oder erhielten einen anderweitigen Schutzstatus.
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