Biontech oder Moderna als Zweitimpfung nach Astrazeneca empfohlen

© REUTERS / CARLOS OSORIOImpfstoff von Moderna
Impfstoff von Moderna - SNA, 1920, 15.04.2021
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben einstimmig beschlossen, Astrazeneca-Erstgeimpften als zweite Impfung Biontech oder Moderna zu empfehlen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte empfohlen, unter 60-Jährigen nach einer Erstimpfung mit dem umstrittenen Vakzin von Astrazeneca, ein anderes Präparat zu verabreichen.
Unter 60-Jährige, die bereits einmal mit Astrazeneca geimpft wurden, sollen für ihre Zweitimpfung in der Regel die Präparate von Biontech oder Moderna erhalten. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister der Länder einstimmig geeinigt und folgen damit dem Vorschlag der Stiko von Anfang April. Im Einzelfall soll aber auch eine Zweitimpfung mit Astrazeneca möglich sein.

Im Einzelfall auch Astrazeneca möglich

Für die mehr als zwei Millionen Menschen unter 60, die laut Gesundheitsministerium eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, gibt es nun Klarheit: „Zwölf Wochen nach der Erstimpfung erfolgt die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech oder Moderna)“. Wie es weiter im gemeinsamen Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern heißt, können aber „übergangsweise“ auch schon ab der neunten Woche nach der ersten Impfung Zweitimpfungen stattfinden, wenn bereits entsprechend frühere Termine vereinbart sind. Wer möchte, kann „im Einzelfall“ nach Rücksprache mit dem Arzt auch seine Zweitimpfung mit Astrazeneca bekommen.

Probleme auch mit Johnson & Johnson

Hintergrund der Empfehlung sind Fälle von Hirnvenen-Thrombosen nach einer Impfung mit Astrazeneca. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko vor allem jüngere Menschen betrifft. Johnson & Johnson hatte am Dienstag wegen Berichten über solche Thrombosen nach der Impfung den Marktstart seines Präparats in Europa aufgeschoben. Die Behörden in den USA hatten zuvor ein vorübergehendes Aussetzen der Impfungen empfohlen, nachdem im Land sechs Fälle erfasst worden waren. In der EU ist der Impfstoff von Johnson & Johnson am 11. März zugelassen worden.
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