Serbien startet Produktion von russischem Corona-Vakzin Sputnik V

© AFP 2022 / ANDREJ ISAKOVICDas Institut für Virologie, Vakzine und Sera „Torlak“ in Belgrad (Archiv)
Das Institut für Virologie, Vakzine und Sera „Torlak“ in Belgrad (Archiv) - SNA, 1920, 14.04.2021
Das Institut für Virologie, Vakzine und Sera „Torlak“ in Belgrad hat die Produktion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V aufgenommen. Wie der Russische Direktinvestitionsfonds (RDIF), der das Vakzin vermarktet, am Mittwoch mitteilte, ist auch der Export des Präparats an Länder der Region nicht ausgeschlossen.
„Der RDIF und das ‚Torlak‘-Institut geben den Start der Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V gegen das Coronavirus in Serbien offiziell bekannt. Somit ist Serbien der erste Staat in Südeuropa, der Sputnik V herstellen wird. Die Produktion in Serbien trägt den schärfsten Standards Rechnung“, hieß es in der Mitteilung.

Sputnik V seit Jahresbeginn in Serbien

Die Impfkampagne unter Einsatz von Sputnik V in Serbien hatte am 6. Januar 2021 begonnen. Seit Jahresbeginn wird das Präparat aktiv für die Immunisierung der Bevölkerung verwendet.

„Dank der Aufnahme der lokalen Produktion wird die Impfkampagne deutlich ausgeweitet“, wurde RDIF-Chef Kirill Dmitrijew in der Mitteilung zitiert.

Der im Moskauer Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelte Impfstoff Sputnik V ist bereits in 60 Ländern mit einer Bevölkerungszahl von rund drei Milliarden (Stand: 13. April 2021) registriert worden. Seit dem 4. März wird das Präparat von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) geprüft. Der positive Befund der Behörde ist eine Voraussetzung für die Zulassung des Impfstoffs in der EU. Sputnik V kommt ohne EU-Genehmigung bereits im EU-Land Ungarn zum Einsatz.
Eine Inschrift am Eingang des neuen Gebäudes des Hauptsitzes der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam. - SNA, 1920, 14.04.2021
Inspektion von „Sputnik V“ in Moskau geheim gehalten? EMA antwortet SNA

Weltweit erster zugelassener Corona-Impfstoff

Die Effizienz des Präparats liegt bei 91,6 Prozent. Das Vakzin wurde auf der bereits gut bewährten adenoviralen Vektorplattform entwickelt und muss zwei Mal gespritzt werden, wobei jedes Mal ein unterschiedlicher Vektor genutzt wird. Unterm Strich ergibt sich eine längere Immunität im Vergleich zu Impfstoffen, bei denen zum Transport von Adenoviren in den beiden Spritzen ein und derselbe Mechanismus genutzt wird.
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