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Nachtnews: Weniger Exportgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter, Computerspielpreis 2021 vergeben

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 14.04.2021
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Bundesregierung will bundesweite Corona-Notbremse ziehen; Jüngere Astrazeneca-Geimpfte sollen auf anderes Präparat umsteigen; Laut Umfrage halten nur vier Prozent Laschet für führungsstark; Drosten hält weitere Maßnahmen neben Corona-Notbremse für nötig; EU-Importe verursachen Tropenwald-Abholzung in großem Ausmaß; Computerspielpreis 2021
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

Exportgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter sinken weiter

Die Bundesregierung hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres weniger Rüstungsexporte genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Der Wert der erlaubten Lieferungen lag von Januar bis März bei 978 Millionen Euro und damit 16 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2020 mit 1,163 Milliarden Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Politikerin Sevim Dagdelen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Noch stärker zurückgegangen sind die besonders heiklen Lieferungen an sogenannte Drittstaaten, die nicht der EU oder der Nato angehören oder diesen Ländern gleichgestellt sind wie etwa Australien. Ihr Wert sank um 43 Prozent von 615 auf 353 Millionen Euro.

Jüngere Astrazeneca-Geimpfte sollen auf anderes Präparat umsteigen

Klarheit für mehr als zwei Millionen Menschen unter 60 Jahren, die in Deutschland bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca haben: Sie sollen bei der notwendigen Zweitimpfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Auf diese Empfehlung haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. Sie folgen damit dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission von Anfang April. Bei den Beratungen sei klargeworden, dass die Zweitimpfung mit einem mRNA-Imfpstoff, also dem Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, der Deutschen Presse-Agentur in München.

Laut Umfrage halten nur vier Prozent Laschet für führungsstark

CDU-Chef Armin Laschet schneidet laut einer Umfrage im Kampf um die Kanzlerkandidatur der Union sehr schlecht ab. In einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt, sind nur vier Prozent der Befragten der Meinung, dass Laschet führungsstark und dynamisch sei. Seinen Herausforderer, den CSU-Vorsitzenden Markus Söder, halten hingegen 57 Prozent für führungsstark und 36 Prozent für dynamisch. Für vertrauenswürdig halten Laschet zwölf Prozent, Söder 27 Prozent. 34 Prozent trauen Söder zu, dass er die anstehenden Probleme rechtzeitig erkennt. 30 Prozent meinen, dass er sie auch löse. Laschet trauen hingegen nur sechs Prozent zu, Probleme rechtzeitig zu erkennen, nur vier Prozent trauen ihm die Lösung dieser Probleme zu.
CDU-Parteichef Armin Laschet - SNA, 1920, 12.04.2021
CDU-Bundesvorstand spricht sich für Kanzlerkandidatur von Armin Laschet aus

Drosten hält weitere Maßnahmen neben Corona-Notbremse für nötig

Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. Er denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch anders reagieren müsse, sagte der Virologe der Berliner Charité in seinem Podcast auf NDR. Dies müsse sicherlich in allernächster Zeit geschehen. Er erwarte jetzt nicht ohne weiteres, dass man damit die Situation in der Intensivmedizin kontrollieren könne, sagte Drosten mit Blick auf die Entscheidung der Corona-Notbremse.

EU-Importe verursachen Tropenwald-Abholzung in großem Ausmaß

Soja, Rindfleisch, Kaffee. Damit Kunden in europäischen Supermärkten solche Produkte kaufen können, müssen in anderen Weltregionen Wälder weichen. Für EU-Importe wurden zuletzt pro Jahr durchschnittlich Tropenwälder von der vierfachen Größe des Bodensees gerodet. Im Jahr 2017 gingen weltweit 16 Prozent der Abholzung von Tropenwald im Zusammenhang mit Handel auf das Konto von EU-Importen, wie ein heute vorgestellter Bericht der Umweltorganisation WWF für die Jahre 2005 bis 2017 feststellt. Die Europäische Union liegt damit hinter China (24 Prozent) und vor Indien (neun Prozent) und den USA (sieben Prozent) weltweit auf Platz zwei dieser Weltrangliste.

Computerspielpreis 2021 vergeben

Das Echtzeit-Taktikspiel „Desperados III“ des Münchner Studios Mimimi Games ist beim deutschen Computerspielpreis 2021 als Bestes Deutsches Spiel ausgezeichnet worden. Die Entwickler nahmen die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung aufgrund der Corona-Krise am Abend auf einer digitalen Preisverleihung im Internet entgegen. Der zugeschaltete Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, lobte vor allem die real wirkende Spielwelt und die herausfordernden Spielabläufe.
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