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Hackerattacken vorgeworfen: Russischer Botschafter in schwedisches Außenministerium einbestellt

© AP Photo / Wilfredo LeeHackerangriff (symbolbild)
Hackerangriff (symbolbild) - SNA, 1920, 14.04.2021
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Schweden hat wegen angeblicher russischer Beteiligung an Hackerangriffen auf den schwedischen Sportverband (Swedish Sports Confederation) 2017 und 2018 den russischen Botschafter zum Außenministerium einbestellt. Das gab Schwedens Außenministerin Ann Linde via Twitter bekannt.

„Inakzeptable gravierende Verletzungen des Datenschutzes gegenüber dem Schwedischen Sportbund, die gegen geltende Normen verstoßen“, schrieb Linde.

In ihrem Tweet verweist Linde zudem auf den Bericht der schwedischen Staatsanwaltschaft, die am 13. April die Einstellung des Ermittlungsverfahrens zu Cyberangriffen auf den schwedischen Sportverband zwischen Dezember 2017 und Mai 2018 angekündigt hatte. In der Pressemitteilung wurde Russland die Schuld zugerechnet, die angeblichen Hackerattacken sollen seinem Militärnachrichtendienst den Zugang zu persönlichen Informationen von schwedischen Athleten, darunter auch zu ihren medizinischen Daten, ermöglicht haben. Der schwedische Staatsanwalt Mats Ljungqvist kommentiert die Vorwürfe:
„Wir können zudem feststellen, dass die Verstöße ein Teil der russischen Kampagne waren, die gegen nationale und internationale Anti-Doping-Organisationen wie die Wada und die Usada gerichtet war. Die Kampagne hat sich auch gegen die Fifa gerichtet.”
Als Grund für die Verfahrenseinstellung werden in dem Schreiben fehlende Voraussetzungen für ein Gerichtsverfahren im Ausland oder eine Auslieferung an das Königreich angegeben.
Hackerangriff (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.04.2021
„Die alte Leier von den russischen Hackern“ – Russisches Außenamt zu „Cyber-Angriffen“ auf Bundestag
Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, äußerte sich zu der Mitteilung kurz gegenüber Journalisten:
„Die Nachricht kam gerade rein, es muss geklärt werden, worum es geht.“
Die russischen Behörden hatten westliche Vorwürfe in Bezug auf Cyber-Angriffe sowie Einmischung in innere Angelegenheiten wiederholt bestritten. Unter anderem verweisen die diplomatischen Vertreter auf fehlende Beweise gegen Moskau. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte zuvor mehrmals erläutert, dass die russische Regierung selbst oft im Cyberraum angegriffen werde. Russland betont seine Bereitschaft zu einem offenen Dialog über die Cyber-Sicherheit.
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