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Vorbestellung von „Sputnik V“: Französischer Regionalchef will „impfen, impfen, impfen“

© SNA / Jewgeni BiatowDosen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V
Dosen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V - SNA, 1920, 14.04.2021
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Der Ratspräsident einer großen Region in Frankreich hat 500.000 Dosen des Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ vorbestellt. Eine EU-Genehmigung für das russische Präparat will der Regionalpolitiker freilich noch abwarten.
Als Mediziner und ehemaliger Notarzt wisse er, worauf es bei der Selbstorganisation ankomme, sagte Renaud Muselier, Ratspräsident der südfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur in einem Hörfunkinterview. Deshalb habe er von sich aus die Initiative ergriffen und sich mit dem russischen Botschafter in Frankreich getroffen, um angesichts der Corona-Pandemie eine Vorbestellung für den russischen Impfstoff „Sputnik V“ abzugeben.
„Ich habe eine Vorbestellung von 500.000 Dosen ‚Sputnik V‘ abgegeben, in Erwartung der Zulassung durch die Gesundheitsbehörden der EU“, sagte Muselier in einem Interview mit RTL. Er sei dabei dem Beispiel Bayerns gefolgt: „So wie es das deutsche Bundesland getan hat, das 2,5 Millionen Dosen vorgeordert hat, so habe auch ich es auf meiner Ebene getan.“
Renaud Muselier
Ratspräsident der südfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Er habe sich vom Grundsatz leiten lassen „Wer zuerst kommt, der bekommt zuerst“, erklärte Muselier. Es gehe darum, Präparate für die europäische Impfkampagne und die nationale Impfkampagne in der eigenen Region zu sichern: „Wenn Sie nicht vorbestellen, gehen Sie das Risiko ein, leer auszugehen … Ich habe mich auf die Liste eintragen lassen, damit ich einer der ersten bin, die das verfügbare Vakzin auch bekommen.“
Mit der Vorbestellung des russischen Impfstoffs stelle er sich keineswegs gegen die Zentralregierung, sagte der Regionalpolitiker: „Ich bin nicht gegen die Regierung, ich bin für die Impfung. Ich will meine Bars, meine Restaurants und meine Veranstaltungen öffnen.“ Und da helfe nur eins: „Impfen, impfen, impfen“, so Muselier.
Das russische Anti-Corona-Serum „Sputnik V“ ist inzwischen in 60 Ländern mit einer Gesamtbevölkerungszahl von über 1,5 Milliarden Menschen zugelassen worden. Entwickelt vom russischen Gamaleja-Institut, wurde „Sputnik V“ bereits im August als weltweit erster Corona-Impfstoff registriert. Nach Informationen der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ wies das Präparat in der dritten Testphase eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent auf. Laut Alexander Ginsburg, dem Leiter des Gamaleja-Instituts, bietet der russische Impfstoff einen hundertprozentigen Schutz vor einem schweren und mittelschweren Krankheitsverlauf.
Seit Anfang März läuft ein Zulassungsverfahren für „Sputnik V“ bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA in Amsterdam. Wann genau der russische Impfstoff die europäische Zulassung erhält, steht noch nicht fest. Experten gehen davon aus, das Präparat werde ab dem kommenden Monat EU-weit zugelassen sein.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Bundeskanzleramt, Juni 2020. Symbolfoto - SNA, 1920, 14.04.2021
Schwesig-Regierung will bis zu eine Million Dosen „Sputnik V“ kaufen
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