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EU-Kommission will künftig den Schwerpunkt auf mRNA-Impfstoffe verlegen

Pfizer-BioNTech - SNA, 1920, 14.04.2021
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Die EU-Kommission will bei den nächsten Bestellungen für Corona-Impfstoffe vor allem auf die neuartige mRNA-Technologie setzen, die die körpereigene Immunantwort stimuliert und zum Beispiel von Biontech/Pfizer und Moderna genutzt wird. Dies bestätigten Kommissionskreise am Mittwoch in Brüssel.
Laut einem EU-Beamten bedeutet dies aber nicht, dass Hersteller wie Astrazeneca und Johnson & Johnson bei künftigen Verträgen bereits aus dem Rennen seien oder deren Verträge nicht verlängert würden. Entsprechende Berichte seien falsch, so der Beamte. Es sei viel zu früh, darüber jetzt zu entscheiden.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Impfstoffen enthält ein mRNA-Impfstoff selbst keine viralen Proteine, sondern nur die Informationen, die unsere eigenen Zellen benötigen, um ein Virusmerkmal zu produzieren, das die gewünschte Immunantwort auslöst. Durch die mRNA-Technologie wurde die Entwicklung mehrerer Impfstoffkandidaten gegen COVID-19 möglich.
Logo der deutschen Filiale des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca in Wedel bei Hamburg  - SNA, 1920, 08.04.2021
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Astrazeneca und Johnson & Johnson nutzen für ihre Corona-Impfstoffe eine andere Wirkweise mit Hilfe sogenannter Adenoviren. Zuletzt waren beide Vakzine mit Blutgerinnseln im Gehirn in Verbindung gebracht worden. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt den Impfstoff von Astrazeneca dennoch weiter. Beim Vakzin von Johnson & Johnson läuft eine weitere Prüfung. Der Konzern hat die Auslieferung in Europa vorerst ausgesetzt.
In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Kommission bis zu 1,8 Milliarden Impfstoffdosen für Auffrischungen und für Kinder bestellen will. Der Vertrag soll für die Jahre 2021 bis 2023 gelten. Als Kriterien nannten Kommissionskreise bereits am Freitag, dass es sich um Impfstoffe auf Grundlage der mRNA-Technologie handele.
Mit den Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna sind bislang zwei Impfstoffe dieser Art in der EU zugelassen. Im Sommer könnte das Mittel von Curevac hinzukommen. Weitere Kriterien sind, dass der Impfstoff in Europa produziert wird und dass das Unternehmen ausreichende Produktionskapazitäten hat.
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