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Wagenknecht erwidert AfD-Vereinnahmung

CC BY-SA 2.0 / DIE LINKE Nordrhein-Westfalen / FlickrSahra Wagenknecht bei einer Kundgebung (Archivbild)
Sahra Wagenknecht bei einer Kundgebung (Archivbild) - SNA, 1920, 13.04.2021
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Die ehemalige Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat sich nach scharfer Kritik innerhalb der Partei an ihrem neuen Buch gegen Vereinnahmungsversuche der AfD ausgesprochen.
„Mein Buch zielt darauf, dass die Linke wieder mehr Rückhalt gewinnt. Das wäre ein echter Beitrag zur Schwächung der rechten Parteien, während abgehobene Identitätsdebatten sie eher stärker machen“, sagte Wagenknecht dem „Spiegel“. „Dass die jetzt kalte Füße kriegen und versuchen, mich durch Vereinnahmung zu diskreditieren, zeigt nur, dass sie verstehen, worum es geht.“
Sahra Wagenknecht stellt sich mit ihrem neuen Buch „Die Selbstgerechten“ gegen die Tendenzen in ihrer eigenen Partei.
Einige AfD-Politiker, unter anderem der Landtagsabgeordnete Daniel Roi aus Sachsen-Anhalt, nutzen Zitate aus Wagenknechts Buch, um für die AfD zu werben. In Sachsen-Anhalt ist am 6. Juni Landtagswahl. Auch der AfD-Landesverband in Nordrhein-Westfalen twitterte Wagenknecht-Zitate und bekam daraufhin Zustimmung.
Sachsen-Anhalts Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern sagte dem „Spiegel“: „Es ist eine Unverschämtheit, dass Sahra Wagenknecht, die von Rassisten beleidigt und verbal angegriffen wurde und wird, hier von der AfD instrumentalisiert wird.“ Wagenknecht unterstütze die Linke in Sachsen-Anhalt „vorbehaltlos“ und wolle die AfD „möglichst kleinhalten“. Wer keine fähigen Politikerinnen und Politiker in seinen eigenen Reihen hat, muss sich eben auf andere berufen.“
Sahra Wagenknecht - SNA, 1920, 09.04.2021
Linke fordern Verzicht Wagenknechts auf Bundestagskandidatur – Politikerin wittert gezieltes Manöver
Vorzeitig veröffentlichte Passagen aus ihrem Buch hatten bei Teilen der Partei für Empörung gesorgt. Wagenknecht verunglimpfe Bewegungen wie Unteilbar, Black Lives Matter oder Fridays for Future als „selbstgerecht“, warf ihr etwa der bayerische Linken-Politiker Johannes König im „Spiegel“ vor.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat bezeichnete Wagenknechts Buch als eine Art Generalabrechnung mit der Partei. Mehrere Linken-Politiker sollen Wagenknecht sogar zum Verzicht auf ihre Bundestagskandidatur aufgefordert haben.
Am Samstag wurde sie jedoch trotz aller Kritik zur Spitzenkandidatin der NRW-Linken für den Bundestag nominiert.
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